Sonntag, 13. März 2016

Kleine Typologie der Frauen (Gastbeiträge von Frau S. und Epikur)

Die unsichere Frau
Den Nacken leicht gebeugt stakst die unsichere Frau umher. Motto: sehe ich dich nicht, siehst du mich auch nicht. Sollte es wider Erwarten zu Begegnungen mit einem Mann kommen, wird dies zunächst ungläubig registriert, analysiert, und just dann, wenn er denkt, alles liefe gut, abgebrochen. Merke: trenne ich mich von dir, kannst du dich nicht mehr von mir trennen.

Die sanfte Frau
Sie existiert nur in der Literatur. Keine wirklich sanfte Frau überlebt die Pubertät.

Die selbstsichere Frau
Ist in der Lage, sich in nur fünf Minuten ausgehfertig anzuziehen ohne sich anschließend darüber Gedanken zu machen, ob ihre Kleiderwahl optimal war. Die natürlichen Feinde der selbstsicheren Frau sind der unsichere Mann (erfordert zuviel Rücksichtnahme), der sanfte Mann (wie zuvor), der selbstsichere Mann (Gefahr der Verwahrlosung sämtlicher Hände) und der beziehungsunfähige Mann, weil er ihr mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks vorbetet, dass er es verbockt, weil sie schuld ist. Von narzisstischen Männern wird die selbstsichere Frau nicht wahrgenommen, da sie kein Spiegel ist; insofern herrscht Entwarnung.

Die beziehungsunfähige Frau
Will, aber kann nicht. Sie stolpert mittels Kontaktanzeigen, Internetportalen etc. von einer Beziehung in die nächste, teilt jedoch den Merksatz der unsicheren Frau (s.o.). Mit Hilfe von Tarotkarten, Pendeln, in intellektuelleren Kreisen auch Meditation, stellt sie spätestens nach ein bis zwei Monaten sicher, dass sie nicht Schuld ist am Scheitern der von ihr soeben beendeten Beziehung - es hat einfach nicht sollen sein. Hiervon ist sie überzeugt. Ihre Therapeutin sieht das genauso. Famous last words: wir können ja Freunde bleiben.

Die narzisstische Frau
Was heißt hier "narzisstisch"?! Schatz, ich mach das alles nur für dich...


Geschrieben von einer Leserin, die mich "auch mal ein bisschen unterhalten" wollte. Das ist ihr gelungen. Besten Dank, Frau S.

Ich erweitere.                                                           

Die Frau mit Figurproblemen 
Es gibt keine Frau ohne Figurprobleme. Egal, wie anmutig und zart oder wohlproportiniert üppig mit Titten und Arsch gesegnet - es gibt immer was zu grämen. Dabei - das ist meine feste Überzeugung - kommt es auf Ausstrahlung an. Viele verbringen ihre kostbare Zeit damit, darüber nachzudenken, wie schön das Leben mit 10 Kilo weniger wäre. Das tut der Ausstrahlung nicht gut. Daher kommt Ausstrahlung auch so selten vor.

Die esoterische Frau
Sie glaubt fest daran, dass ein Mann nur dann ins Leben kommt, wenn ein kleiner Kristall im Fenster hängt. Wenn sie Kreislaufprobleme hat, legt sie sich einen Rosenquarz auf's Sonnengeflecht. Sie hat immer Bachblüten und Schüssler Salze im Haus. Ihre Lieblingsfarbe ist ocker. Sie scheut sich nicht, zu Kuschelparties oder Kamasutra-Workshops zu gehen. Der wichtigste Ort ist ihre eigene Mitte.

@ Epikur: zufrieden?

Edit: er war nicht zufrieden und schrieb einen langen Kommentar, den ich hier reinsetze, sein Einverständnis vorausgesetzt. Danke, verehrter Epikur 


Naaa. Während die "Typologie der Männer" durchaus auch wertend und kritisch war, ist hier davon nichts von zu lesen. Nur Witzchen. Tzetze. Ich hol das mal nach und betone, dass ich Frauen dennoch mag ;-)

Die konsumorientierte Frau
Macht zwei Drittel aller Frauen aus. Ob selbst shoppen oder shopping queen schauen, nach neuer Mode, Kosmetik, oder fünf verschiedenen Cremes und Dusch-Shampoos Ausschau halten, jeden zweiten Tag Lebensmittel einkaufen müssen sollen tun, weil ja alles immer "frisch" und/oder Bio sein muss (so frisch wie es in der industriell verarbeiteten Massenindustrie nur sein kann^^) oder Schmuck kaufen wollen müssen - konsumieren ist für sie eine nie endenwollende Suche nach der bestmöglichen Selbstoptimierung.

Die statusfixierte Frau
Macht drei Viertel aller Frauen aus. Sie erzählen und reden zwar groß von "Liebe" und "Romantik", sind in Wahrheit aber weitaus berechnender, als der Großteil aller Männer. Die Romantik mit Männern scheint immer dann besonders groß zu sein, wenn die Kerle entweder viel Geld haben, Gutverdiener sind oder einen angesehenen Beruf haben. Ärzte, Anwälte, Unternehmer - mit denen lässt sich "Romantik" und "Liebe" so richtig ausleben (Auto, Haus, Garten, Urlaub, Konsum etc.). Mit charakterlich starken oder interessanten erwerbslosen Männern nicht. Ist aber sicher alles nur Zufall.

Die beziehungsunfähige Frau
Extrem ichfixiert, kompromissunfähig, nicht in der Lage auch mal Fehler bei sich selbst zu sehen (der Mann ist immer schuld an allem), will stets ihren Kopf durchsetzen. Sollte die Beziehung scheitern, wird sich mit Freundinnen getroffen und so richtig über den Ex hergezogen. Bei der nächsten Beziehung läufts dann wieder so ab. Am Ende heisst es dann: "ich verliebe mich immer in die falschen Typen." Lernresistent bis ans Lebensende.

Die Zicke
Sind meistens sehr attraktiv. Hält ihre Launen, Psychospielchen und Manipulationsversuche für völlig gerechtfertigt, weil sie sich ja irgendwie gegen die bösen bösen Männer "verteidigen" muss. Ist eine super anstrengende Zeitgenossin, raubt einem den letzten Nerv und sieht sich immer im Recht.

Und zum Schluss: Die Diplomatin
Gehört zu den angenehmen Frauentypen und ist ein eher seltenes Exemplar. Sie ist auf Harmonie bedacht, auf Interesensausgleich, ist fähig zu echten und aufrichtigen Kompromissen. Und was am Wichtigsten ist: sie ist in der Lage, eigene Fehler nicht nur zu erkennen, sondern sich auch bei ihrem Freund aufrichtig zu entschuldigen. Denn das erwarten zwar viele viele Frauen von ihren Männern, sind selbst dazu aber kaum in der Lage. Die Diplomatin schon. Meine persönliche Favoritin ;-) 

Kommentare:

  1. ..und ich kenne sie alle... ;-) (und verrate jetzt nicht, welcher Frauentyp ich bin)

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  2. Jede Frau ist alle diese Frauen! Welche der Mann jeweils zu Gesicht bekommt, hängt von ihm selbst ab. :)

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  3. Naaa. Während die "Typologie der Männer" durchaus auch wertend und kritisch war, ist hier davon nichts von zu lesen. Nur Witzchen. Tzetze. Ich hol das mal nach und betone, dass ich Frauen dennoch mag ;-)


    Die konsumorientierte Frau

    Macht zwei Drittel aller Frauen aus. Ob selbst shoppen oder shopping queen schauen, nach neuer Mode, Kosmetik, oder fünf verschiedenen Cremes und Dusch-Shampoos Ausschau halten, jeden zweiten Tag Lebensmittel einkaufen müssen sollen tun, weil ja alles immer "frisch" und/oder Bio sein muss (so frisch wie es in der industriell verarbeiteten Massenindustrie nur sein kann^^) oder Schmuck kaufen wollen müssen - konsumieren ist für sie eine nie endenwollende Suche nach der bestmöglichen Selbstoptimierung.


    Die statusfixierte Frau

    Macht drei Viertel aller Frauen aus. Sie erzählen und reden zwar groß von "Liebe" und "Romantik", sind in Wahrheit aber weitaus berechnender, als der Großteil aller Männer. Die Romantik mit Männern scheint immer dann besonders groß zu sein, wenn die Kerle entweder viel Geld haben, Gutverdiener sind oder einen angesehenen Beruf haben. Ärzte, Anwälte, Unternehmer - mit denen lässt sich "Romantik" und "Liebe" so richtig ausleben (Auto, Haus, Garten, Urlaub, Konsum etc.). Mit charakterlich starken oder interessanten erwerbslosen Männern nicht. Ist aber sicher alles nur Zufall.


    Die beziehungsunfähige Frau

    Extrem ichfixiert, kompromissunfähig, nicht in der Lage auch mal Fehler bei sich selbst zu sehen (der Mann ist immer schuld an allem), will stets ihren Kopf durchsetzen. Sollte die Beziehung scheitern, wird sich mit Freundinnen getroffen und so richtig über den Ex hergezogen. Bei der nächsten Beziehung läufts dann wieder so ab. Am Ende heisst es dann: "ich verliebe mich immer in die falschen Typen." Lernresistent bis ans Lebensende.


    Die Zicke

    Sind meistens sehr attraktiv. Hält ihre Launen, Psychospielchen und Manipulationsversuche für völlig gerechtfertigt, weil sie sich ja irgendwie gegen die bösen bösen Männer "verteidigen" muss. Ist eine super anstrengende Zeitgenossin, raubt einem den letzten Nerv und sieht sich immer im Recht.

    Und zum Schluss:

    Die Diplomatin

    Gehört zu den angenehmen Frauentypen und ist ein eher seltenes Exemplar. Sie ist auf Harmonie bedacht, auf Interesensausgleich, ist fähig zu echten und aufrichtigen Kompromissen. Und was am Wichtigsten ist: sie ist in der Lage, eigene Fehler nicht nur zu erkennen, sondern sich auch bei ihrem Freund aufrichtig zu entschuldigen. Denn das erwarten zwar viele viele Frauen von ihren Männern, sind selbst dazu aber kaum in der Lage. Die Diplomatin schon. Meine persönliche Favoritin ;-)

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    1. Schön, dass du am Ende auch mich beschrieben hast :-)

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  4. Die "moderne" Frau: Eine langweilige fremdbestimmte Spezies deren Gespräche aus auswendig gelernten Worthülsen besteht. Ihr latenter Männerhass ist genau so aufoktroyiert wie ihre Karriereambitionen. Sie hat wenig bis keine Ahnung wozu diese gut sein sollen da ihre Ambitionen sich in Kaffee trinken, nettem Kollegenumfeld und irgendwann mal Kinder erschöpfen. Alles andere soll von dem Geschlecht erledigt werden die von den Medien denunziert und zu Menschen zweiter Klasse gestempelt werden. Das findet Sie auch ganz Ok weil es für Sie nützlich ist. Empathie, gesellschaftliche Verantwortung oder gar Hingabe zu einem Thema sind ihr fremd. Sie ist auch in der Lage jeden Mist mitzumachen da es im TV und in ihren endlos öden Zeitschriften des immergleichen ja so steht. Ihre verhaltensweisen bestehen aus angelernten Posen die sofort zusammenbrechen wenn es mal nicht so läuft wie vorgesehen. Die hübschen zeihen dann die zweite Option, eine Ehe mit einem besserverdienend, der Rest bekommt ein Gnadenbrot. Unter Erotik versteht Sie etwa das in früheren Zeiten bestenfalls im "House of the rising sun" en vogue war. Sie ist eine Dekadenzerscheinung und das weiß Sie auch.

    Die Ausnahme: Viel zu selten.

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    1. Ganz so krass, würde ich das jetzt nicht sehen wollen. Gerade was die Empathie angeht, ist die bei Frauen oft sehr viel ausgeprägter, als bei Männern, ist meine Erfahrung. Wenn auch nicht unbedingt den Männern gegenüber ;-) Aber bei Kindern, alten Menschen, Freundinnen oder der Familie schon. Es ist auch nicht zufällig, dass in den sozialen Berufen vornehmlich Frauen arbeiten.

      Der latente Männerhass ist dagegen leider wirklich sehr verbreitet. Manche nennen das "Feminismus", andere finden das völlig in Ordnung, weil Männer doch auch einfach scheiße und an allem schuld seien. Wer jedoch Verhaltensweisen von Frauen kritisiert, ist sofort ein frustrierter, verbitterter Frauenhasser. Den Kritik-Test kann man überall mal machen. Man bekommt immer die gleiche Reaktion ;-)

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    2. Hm, ist das wirklich so schwarz-weiß?
      Ich kenn eigentlich nur ziemlich entspannte Frauen. Hab ich wohl Glück.

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  5. konsumorientiert und statusfixiert - jau, das sind wirklich viele, wenn auch verdeckt. es wird gerne über alles mögliche gequatscht. die nicht so subjektiv spannenden themen (auto, computer...) zwar kürzer. aber zu alles und jedem erfährt man den preis/kosten.

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  6. Würdest du zustimmen, dass, wenn 3/4 aller Frauen statusorientiert in der Partnerwahl sind, sie im Prinzip ihrer eigenen Emanzipation hinterher sind? Und warum denkst du ist das so?

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