Mittwoch, 13. November 2019

Freitagstexter: And the winner is...



Ganze sieben Menschen (davon drei außer Konkurrenz) haben sich ihr Hirn zermartert, um der gemeinen Winkelspinne eine heiterkeitsauslösende Sprechblase in den Mund zu legen.

Gewonnen hat das Schalttagskind mit:

"Hans-Hermanns Welt war flach, schalldicht und windstill. Die Aussicht war ganz okay, allerdings vermisste er manchmal eine Gespielin oder auch nur jemanden, der ihm mal eine andere Meinung sagte als seine eigene. Wie groß war seine Verwunderung, als eines Tages Facebook ausfiel!"

Fast wäre es Dieter Schablonski geworden, aus Verbundenheit (weil er aus meinem alten Kaff kommt). Zudem bediente er mit seiner Antwort meine hypochondrischen Wesenszüge; dennoch möge er mir nicht übelnehmen, dass er einen guten 2. Platz gemacht hat. 

Meinen Glückwunsch an Shhh, der die Bronzemedaille gewonnen hat. Wenn ich einen Wintergarten hätte, würde ich auch nicht mit der Renovierung vorankommen.

Herrn Ackerbau konnte ich unmöglich nominieren, das versteht sich von selbst, aber natürlich ist es entzückend, dass er sich ob dieser ausweglosen Lage dennoch Gedanken gemacht hat. Sicherlich, um dem ganzen hier ein bissel Drive zu geben - lieben Dank dafür.

Allen anderen a.K. - Kommentaren: besten Dank.

Und nun, verehrtes Schalttagskind (das übrigens einen Blogvater hat: den Zeilensturm 
Bühne frei! Am Freitag muss ein schickes Foto bei dir veröffentlicht werden. 

Freitag, 8. November 2019

Freitagstexter




Beim lieben Ackerboy habe ich beim Freitagstexter mitgemacht, gewonnen und darf muss heute den nächsten Freitagstexter ausrichten. Ich kann ihm einfach nichts abschlagen, denn ich bin ihm auf Jahre hinaus verpflichtet, weil er mich mal zu Max Goldt geschickt hat, einfach so.

Zu dem Foto, das ich unten eingestellt habe, soll von euch ein Kommentar oder eine Bildunterschrift erfunden werden, über die ich möglichst lachen muss. Lachkrampf wäre sogar noch besser. Aber es darf auch traurig sein, dräuend und drohend. Oder ein Filmtitel,  ein Zitat für die Ewigkeit; etwas kafkaeskes oder was von Udo Jürgens - was immer euch einfällt.

Bis nächsten Dienstag (12.11.) bitte ich in den Kommentaren um eure Vorschläge. Am Mittwoch (13.11.) gebe ich den/die Gewinner/in bekannt und zur Strafe muss diese Person dann weitermachen am Freitag (15.11.). 

Die genauen Spielregeln: hier entlang



Und nun zum Foto.





Samstag, 2. November 2019

Cash Cow





Ist so ein kleines Kalb nicht herzallerliebst? Wie das so schaut aus langbewimperten Augen, so sanft, dass ich gleich den Weltfrieden ausrufen möchte.

Aber wie beginnt ein Kuhleben heutzutage, wenn sie Pech hat und auf einem Landwirtschaftsbetrieb zur Welt kommt, wie es ihn nicht geben sollte und auf dem die Dinge suboptimal geregelt sind. Nicht so, wie in den Hügelegigen Landschaften, auf dem Tiere im Glück ein beschauliches Leben haben, unbehelligt wiederkäuen und eigene Namen haben, wie Fred zum Beispiel, oder Klaus.

Wenn es schlecht läuft für das Kälbchen, kommt es direkt nach der Geburt in einen winzigen Einzelstall, in dem es sich einmal um sich selbst drehen kann. Es kann nicht nach draußen schauen, nur an der Stirnseite hängt eine Gummizitze mit Ersatzmilch, ein ganz und gar schlechter Ersatz für Mama Kuh. Wenn es Glück im Unglück hatte, durfte das Muttertier es noch trockenlecken, aber nicht selten erfolgt die sofortige Trennung von Mutter und Kind. 
Kälbchen-Einzelställe
 
Später, wenn die Kühe groß sind und Milch geben, wird's nicht leichter. Sie sehen kaum Tageslicht, haben wenig Bewegungsfreiheit, stehen und liegen in ihren Auscheidungen.


Ist die Kuh ambitioniert, darf sie sich auch länger melken lassen als 3-4 Jahre. Wenn sie eher Dienst nach Vorschrift Milch produziert oder auf so eine innerlich gekündigte Art, dann ist sie - klaro - vorher fällig.


Eigentlich könnten sie die Weltherrschaft übernehmen, wenn sie nur etwas mehr Temperament hätten oder einen ausgeprägteren Fluchtinstinkt, wie Pferde beispielsweise. Die wissen zwar in der Regel auch nicht, wieviel Kraft sie haben, aber ihre Feinnervigkeit sorgt für jede Menge Schreckmomente, denen sie hysterisch und mit viel Tam Tam aus dem Wege zu galoppieren suchen. 



  
Kühe könnten locker Zäune niedertrampeln, aber das sagt ihnen niemand. Und selbst wenn sie draußen sein dürfen, genügen nachlässigste Sicherheitsvorkehrungen, um eine Flucht von vornherein zu vereiteln. Was eventuell daran liegt, dass sie durch lebenslanges auf der Stelle stehen weder Kondition noch eine Vision von saftigen Wiesen haben, für die es sich lohnen würde, durchzubrennen. 

Supermoderne Ferrari-Kuh (knochige Hüfte, große Euter)

Meine Herrschaften, an mitunter unwirtlichen Orten wird "Bio-Milch" produziert. Beziehunsgweise wird die uns so verkauft. 

Aber weshalb darf die so etikettiert werden? Ganz einfach: weil die Tiere Bio-Futter bekommen. Hochleistungsfutter. Und fertig ist die Bio-Milch, die wir dann guten Gewissens kaufen. Für letzteres besteht keine Veranlassung. Wollt' ich nur mal gesagt haben.

Edit 3.11.:
  1. Film: "Das System Milch", 2017, 90 Min., auf Netflix und Amazon Prime 
  2. Höfe, auf denen Kälber nach der Geburt nicht von ihren Müttern getrennt werden, finden sich hier

Dienstag, 15. Oktober 2019

Hügelige Landschaften


Wann immer meine beste Freundin aus den USA nach Berlin kommt, verschwindet sie ein paar Tage auf dem Bauernhof eines Verwandten. Diesmal nahm sie mich mit, was mich sehr freute, denn ich bin ja gerade auf so einem zurück-zur-Natur-Trip. Wobei man in meinem Fall erwähnen muss, dass von "zurück" keine Rede sein kann, denn ich war noch nie dort, wenn man von in diversen Gärten rumliegen absieht.

Der Verwandte züchtet Galloway Rinder in der Holsteinischen Schweiz. Wenn man in dieser Art von Schweiz aus dem Badezimmer guckt, schaut man auf diese Ländereien. 



Insgesamt ein diesiges Bild und ich bin mir nicht sicher, ob das Hügelige und Weitläufige zur Geltung kommt, aber bei den Wetterverhältnissen (dreitägiger pommerscher Landregen) sieht eben alles irgendwie matschig aus. Selbst diese an sich auch im verblühen stolze Blume sah mitgenommen aus.

unpässlich

Jedenfalls rief ich ein ums andere Mal aus "Wie schön muss das erst sein, wenn die Sonne scheint!" und "Die Natur braucht's ja!". Damit wollte ich aber nur übertünchen, wie grässlich mir das Wetter die Stimmung ruinierte, denn meanwhile herrschten in Berlin Temperaturen um 23 Grad bei strahlendem Sonnenschein. Mir hingegen wurden von der Bauersfrau Gummistiefel überlassen, mit denen ich immerhin folgenlos knietief im Matsch stehen konnte, denn die Galloways stehen ja nun auch nicht in der warmen Garderobe, um sich streicheln zu lassen.

Genauer gesagt lassen die sich überhaupt nicht streicheln außer vom beherzten Verwandten und meiner besten Freundin, die sich tollkühn über den Zaun schwang und ihm über die Weide folgte, er voran, laut "Schnuckiputzi, koooomm, komm, komm" rufend, mit einem Eimer voll altem Brot als Lockmittel. Das sind nämlich glückliche Tiere, die sich  ganzjährig selbst überlassen auf abgelegenen Weiden verlustieren, Kälbchen auf die Welt bringen und großziehen und nur ab und an wird eine Kuh zur Schlachtung abgeholt. 

Die Hoffnung stirbt zuletzt...
...wirklich kein Brot mehr?

Während ich diesen Text schreibe, riecht es um mich herum stark nach Galloway-Salami, die ich natürlich erworben habe und nebenher schnabuliere im Gedenken ans letzte Wochenende und ich kann nur sagen, man wird halb ohnmächtig von diesem Duft. Das ist ja kein Mensch mehr gewohnt, dass Wurst nach Wurst riecht. 

Auf dem Rückweg gerieten wir in die Vollsperrung der A 24, die uns die Routenführung von Google Maps verheimlicht hatte und die wir natürlich ab Fehrbellin zu umfahren versuchten, aber da das auch alle anderen machten, brauchten wir für die letzten 90 Kilometer drei Stunden. Der Vollmond erhellte die Einöde, durch die wir fuhren und immer noch war es unverhältnismäßig warm. 

Wir trösteten uns mit der Aussicht auf's Vabali am nächsten Tag und was soll ich sagen? Ich habe noch nie nackich auf der Wiese inmitten von massig viel Herbstlaub gelegen - das Klima macht's möglich. Wir holten uns alle einen Sonnenbrand.

Samstag, 21. September 2019

Diverses



Herrje, der Sommer ist schon rum und ich habe genau 3 Posts geschrieben. Früher habe ich sowas in einer Woche zustande gebracht. Selbst den Geburtstag vom wunderbaren Glummi habe ich verpasst (Alles Liebe von mir an dieser Stelle, nachträglich). Dass ich aber auch so eine Blockade habe. So eine Wurschtichkeit meinem Blog gegenüber. Verdammt. Dabei ist so viel passiert. 
Ich bin unglaublich viel geschwommen, beispielsweise, dass ich am Ende sogar schneller als früher war. Viel hat nicht gefehlt und ich wäre ins kraulen gekommen, jaha. Ich bin auch immer in der Schnellschwimmer-Bahn geschwommen; jedenfalls solange keine Schnellschwimmer vor Ort waren. Was aber ein paar affige Spät-Väter nicht gehindert hat, mich anzupöbeln, weil sie sich selbst für geburtsschnell hielten, im Grunde aber nur aufgrund eines extrem unkonventionellen Schwimmstils (positiv ausgedrückt) unfassbar große Wellen verursacht haben. Bewaffnet mit Taucherflossen und Handschuhen mit Schwimmhäuten zwischen den Fingern ließen sie sich mit tödlichem Ernst zu Wasser und machten sich zum Obst.


Schnellschwimmerbahn

Schwimmen macht braun, oder der Klimawandel mit dem vielen UV-Licht erledigt das. Ich blondes, blasses Geraffel hab eine Tiefenbräune wie noch nie. Seit drei Wochen ist Schietwetter und ich seh immer noch aus wie frisch vonne Bahamas. Der Biobauer erzählt, dass selbst die Beeren an den Sträuchern Sonnenbrand bekommen. 

Verdammt braune Beine

Der Klimawandel. Tja. Das ist nun wirklich eine üble Sache. Meine Prognose: wir haben noch fünf bis acht erträgliche Jahre auf unserem Planeten und dann geht's uns an den Kragen. Ich glaube nicht mehr, dass wir noch etwas retten, umkehren oder stoppen können. Es wird schneller noch heißer als berechnet, nix mit 2050 und dann erst wird's blöd. Nee, das passiert viel früher. Und leider bleibt es auch nicht bei trockener Hitze. Es wird feucht und damit hat es sich dann auch mit der Fähigkeit des Menschen zu kompensieren. Draußen vor der Tür wird es unwirtlich. 

Aber meine mobile Klimaanlage, die ich mir letztes Jahr am letzten Tag der großen Hitze gekauft habe, hatte ich diesen Sommer keine Sekunde eingeschaltet. Es reicht mir tatsächlich, dass sie da ist. Kaum zu vermitteln, aber ich find's wirklich gut, dass Neurosen auch mal zu was gut sind.

Was war noch? Ich war auf dem SPD Sommerfest und habe einen Veterinärmediziner kennengelernt, der im Zoo arbeitet und dem habe ich gesagt, dass ich gerne Tierpflegerin wäre, weil die immer so entspannt wirken, wenn ich "Panda, Gorilla und Co." schaue. Er meinte, die wären im wahren Leben aber nicht so entspannt, leider. Ich kann mir das kaum vorstellen. Immer Obst schnippeln und Brot schneiden und alles zusammen den Tieren zum fressen hinwerfen, das ist doch bestimmt ganz gemütlich und das eigene Seelenleben beruhigt sich unter diesen Arbeitsbedingungen von ganz allein, denke ich.  


Pott
Elphi


Dann war ich an der Elbe, die mir vor ein paar Jahren ein guter Freund ans Herz gelegt hat und den ich des öfteren besucht hatte und dann entwzeiten wir uns und nun war ich mit einer Freundin dort oben im Alten Land und sie verliebte sich Gottseidank auch sogleich in die Pötte auf der Elbe, so dass ich mit ihr stundenlang auf dem Anleger in Lühe und Hollen-Twielenfleth sitzen konnte. Das war herrlich, leider zu kalt. Ich musste mir ein Funktions-Jäckchen in Stade erwerben, um mit dem Wind zurandezukommen. Stade übrigens ist pittoresker als man vermuten würde, geradezu entzückend. 

Stade

Als ich dann wieder zurück ins Büro kam, hatte sich dort der Wind auch gedreht: wir müssen uns jetzt alle duzen. Mit Alle meine ich Alle. Aber wir sind im Grunde ein sympathisches Völkchen: wir siezen uns weiterhin auf Deibel komm raus. Jedenfalls die, die jetzt geduzt werden wollen, wegen der Hippnes oder weil sie sich nicht trauen, den Agentur Heinis zu widersprechen und die im Grunde brechen müssen bei dem Gedanken, von wem sie sich jetzt alles duzen lassen müssen. So ein Du will doch kein Mensch!

Gelesen? Alles von Joachim Meyerhoff - unbedingt empfehlenswert. 

Und zum Schluss muss ich unbedingt mal auf diesen Blog hinweisen: Fliegende Bretter
Ist schon lange in meiner Blogroll, aber im Gegensatz zu mir hat dieser Mann keine dämliche Schreibblockade, sondern zu allem was zu sagen und immer so, wie ich es auch sagen wollen würde, wenn ich nur könnte. Ich lese ihn von Tag zu Tag lieber. 

Dienstag, 13. August 2019

Der feine Herr Stevenson

Sicher weiß schon alle Welt Bescheid, weil die liebe Tiker schon vor ein paar Tagen darauf hingewiesen hat. Keine Ahnung, wie sie's herausgefunden hat, aber der Ordnung halber sag ich's auch noch mal.

Er ist wieder da. Hier entlang: Pestarzt

Dienstag, 6. August 2019

Scrum ist Murcs

Beim Pantoufle gelesen und mein Blut ist gleich in Wallung.

Oh Mann... Ich fühle mich unterdessen wie kurz vorm durchdrehen, weil ich diese KPI, Scrummaster, New Work, Design Thinking, Product Owner, Agiles Arbeiten, Working out loud-Scheiße einfach nicht mehr ertragen kann. Aber wenn ich eines Tages anfange zu schreien, kann ich nie wieder aufhören, soviel steht fest. Ich bin ganz erschöpft vom nicht losschreien.

Irgendein Masterplan muss doch dahinterstecken, irgendwas müssen die doch vorhaben mit uns - alles in allem eine konzertierte Aktion aller vereinigter Schwachmaten dieser Welt, dieser sogenannte Kulturwandel in der Arbeit, dem wir uns angeblich nicht entziehen können, wegen der Digitalisierung, sagt man, und ich denke: unterschätzt uns Subalterne nicht. Ab unter den Tisch und dabei stille zusehen, wie die nächste Sau durchs Dorf getrieben wird und am Ende bleibt doch alles beim Alten - was schon an den Cheffes dieser Welt liegt, die natürlich kein ernsthaftes Interesse an einem Wandel haben, sie wären ja auch bescheuert, so gut, wie es für die läuft.


Ich bin erschlagen von soviel Brummsdummheit um mich herum. Wie soll ich denn da im Alter (endlich) gelassener werden, kann mir das mal jemand erklären? Dieses Buzzword-Bingo, mit dem du die Königin bist, so du es beherrschst. Du musst allen Ernstes nur noch diese Scheiße labern können, um Heldin der Arbeit zu sein. 

Neulich habe ich einen Biobauern kennengelernt, bei Freunden, die aufs Land gezogen sind. Den habe ich besucht und da gerade Erntezeit ist, hat er mich mitgenommen auf so eine LPG, wo er alle drei Stunden einen Anhänger mit Roggen hingekippt bekommt, bis tief in die Nacht geht das so und dann muss das Getreide mit einem kleinen Bagger in eine Grube gekarrt werden und von dort wird der automatisch in Silos transportiert, naja, das ist jetzt langweilig und ich erzähle es sicher auch nicht richtig. 

Was ich sagen will: ich sah ihm so zu, wie er da mit dem ganzen Gehuddel fertig wurde und überlegte, mein Heil in der Landwirtschaft zu suchen. Keine Prozessimplementierung, kein Projektmanagement, keine blutleeren Geschöpfe, einfach nur 'operative' Arbeit. Mein Roggenbrot esse ich seitdem mit Respekt. 

Aber dann: auch in der Landwirtschaft sind die Prozesse optimiert. Gegenüber waren Kuhställe, die durfte ich mir ansehen. Tja, Bio-Milch heißt nur deshalb Bio-Milch, weil die Kühe nicht etwa menschenwürdig behandelt werden, sondern weil sie allerfeinstes Biofutter bekommen. Ferrari-Kühe, mit extrem knochigen Hüften und riesigen Eutern, deren Bänder auch schon mal reißen und dann hängt die eine Seite tiefer als die andere - bekommt die Kuh einen rosa Klecks auf die Stirn gemalt - ich hoffe für den Tierarzt, als Erkennunsgzeichen. Die Kälbchen werden ihnen spätestens einen Tag nach der Geburt weggenommen, wegen der Rentabilität, sitzen die auch in kleinen Babyställen und schauen einen mit großen Augen an. Nix Weide, nix Auslauf, keine Mama weit und breit.

Du meine Güte, jetzt bin ich aber abgeschwiffen...

 

Montag, 15. Juli 2019

Anderer Leuts Texte

Nachdem ich heute bei Herrn Ackerbau gelesen habe, dass sein Blog acht Jahre alt geworden ist, habe ich ihm zunächst höflich gratuliert und dann ein Foto angeboten, das ich kürzlich von einem Baum in Zehlendorf gemacht habe. Das ist ein pornöser Baum, der mir die Schamesröte ins Gesicht treibt - aber Ackerboy hätte ich zugetraut, mit der richtigen Betitelung etwas sehr Lustiges draus zu machen (für mich ist er ja der Meister der Foto-Betitelung - oder nennt man das anders?), aber er lehnte dankend ab, weil er "keine Anklage wegen unzüchtigem Umgang mit Koniferen" provozieren möchte. Ich versteh das gut, manches führt zu weit. 

Dann las ich weiter im Magazin für Radikale Heiterkeit und da wurde mir ganz warm ums Herz, weil der Text so schön dahergeschlendert kommt und ich mir wünschte, ich wäre im Waschsalon bzw. im Café nebenan dabeigewesen, weil dann hätten wir uns gemeinsam über die bekloppte Mutter lustig machen können, womöglich hätten wir Kilian-Alexander entführt und zum Jugendamt gebracht und ihm dort eine weniger bescheuerte Mutter besorgt und aus Dankbarkeit würde er uns später von seinem üppigen Hedgefond-Manager-Gehalt je einen Heimplatz unserer Wahl finanzieren, in irgendsoeinem Luxus-Stift, wo man am Ende nicht verkloppt wird von unterbezahlten und überforderten Pflegekräften.... Naja, jetzt geht mir die Phantasie ein bischen durch. 

Aus der Seele schrob mir aber auch der Blog, den ich erst kürzlich auf meine Blogroll genommen habe und zwar stellte die Inhaberin die Frage, wer eigentlich Büros braucht. Ach, so kluge Anmerkungen, ich selbst hätt's nicht schöner schreiben können. Bei mir im Büro ist jetzt auch der neue heiße Scheiß das Großraumbüro, was, wie jeder weiß, nur die Suizidalität der Insassen in die Höhe treibt und sonst rein gar nichts bewirkt, schon mal gar nicht die angeblich erwünschte "Bessere Kommunikation untereinander". Mittlerweile komme ich zu der Erkenntnis, dass alle Bosse dieser Welt nur noch ein Ziel haben: die Subalternen in größtmögliches Unglück zu stürzen. 

Zum Schluss noch mal zu unserer Kanzlerin, die ich inständig bitten möchte, zum Arzt zu gehen, denn wenn ich Hypochonderin noch einmal sehen muss, wie sie zittert, bekomme ich das auch.

Mittwoch, 26. Juni 2019

The hottest Rettungsschwimmer in town

Das Freibad, das ich seit Jahren frequentiere, liegt sehr hübsch. Für attraktive, freundliche Bademeister war es bisher nicht bekannt, aber das hat sich gründlich geändert.

Jetzt arbeitet dort Andy Garcia. Eine Augenweide, der Mann. Braungebrannt, kakifarbene Shorts samt passend farbiger Sneaker, dazu ein lachsrotes T-Shirt, auf dem "Rettungsschwimmer" steht. So sind jetzt alle Angestellten eingekleidet.

Wenn ich ehrlich bin, irritiert mich das mit den Sneakern. Wenn ich nun vor seinen Augen in Seenot geraten sollte, wäre er nicht so behende im Wasser, wie erforderlich. Alle anderen haben auch Flip Flops an, aus denen ist man ja schnell raus in case of absaufen.

Apropos absaufen: las ich doch vor ein paar Tagen im Tagesspiegel, dass man sehr vorsichtig sein muss, wenn man ein Kind vor dem ertrinken rettet. Weil? Ja, weil das Kind riesige Kräfte entwickelt und dem Retter an die Kehle geht. Ja, genau so stand das in dem Artikel. An die Kehle geht und dann keiner von beiden überlebt. Und dass man das Kind erst absaufen lassen und sich ihm erst dann nähern soll, wenn's also nicht mehr zappelt und dies auch möglichst nur von hinten, damit es einen nicht sieht und einem nicht vor Angst die Gurgel zudrückt. Ich habe das mehrmals gelesen und dachte, was soll das denn für ein komischer Reflex sein, von dem habe ich ja noch nie gehört? 

Aber zurück zu Andy Garcia. Er ist ein Frauenbeglücker. Jede einzelne der um diese Zeit eintrudelnden alten Schachteln, inklusive mir, begrüßt er mit einem strahlendem Lächeln, so als ob er genau auf sie (und nur auf sie) gewartet hat. Und wenn mal um 7.20 Uhr auch eine jüngere Frau kommt, ist er nicht charmanter als sonst auch. Neutral wie die Schweiz, quasi.

Jede Frau steigt geschmeichelt in die Fluten, nachdem sie ihr Frühbucher-Ticket bei ihm bezahlt hat. Um die Zeit ist das Kassenhäuschen nämlich nicht besetzt, das macht er alles persönlich, direkt am Beckenrand.

Er verbreitet derart gute Stimmung, dass wir Frauen in der Dusche inzwischen dazu übergangen sind, uns herzlich zu begrüßen, zu verabschieden und gestern bat mich sogar eine Frau darum, ihr den BH schließen; was eine ungewöhnlich intime Angelegenheit ist, um die ich bisher im öffentlichen Raum noch nie gebeten wurde und ehrlich gesagt wünsche ich mir, dass derlei nicht einreißt.

Heute sprachen wir sogar über unseren attraktiven Bademeister, und eine Frau wusste zu erzählen, dass er der neue Geschäftsführer ist (daher die Sneaker) und sehr glücklich verheiratet ist, ein sehr schönes Paar sei das, tja, das glaubten wir alle sofort. Falls seine Gattin mal an seinen Qualitäten zweifelt, muss sie einfach nur morgens schwimmen gehen und dann weiß sie gleich, dass sie ein begehrtes Goldstück zuhause hat.

Und obwohl während der zurückliegenden Jahre um 7 Uhr das Freibad menschenleer war, ist jetzt Hochbetrieb mit erbitterten Machtkämpfen um die Wasserbahn-Hoheit. Ob die Überfüllung nun an Andy Garcia liegt oder an der Klimakatastrophe oder an den immer fitter werdenen Rentner*innen, die den hitzebedingt zu erwartenden Kinderhorden frühmorgens auszuweichen versuchen - Fakt ist, ich muss mir einen neuen Badeanzug kaufen. Und womöglich über Permanent-Make up nachdenken. Man wird als Frau nicht schöner im Chlorbecken.

Mittwoch, 19. Juni 2019

Die einsame Kanzlerin

Als ich gestern Abend das Video der Kanzlerin gesehen hatte, wie sie da stand und zitterte (nicht nur zitterte, sondern allergrößte Mühe hatte, stehen zu bleiben und ihre Extremitäten unter Kontrolle zu behalten, was ihr genau so wenig gelang wie Joe Cocker in den 80er Jahren), wie sie da also stand und so offenkundig neurologische Probleme unbekannter Herkunft hatte, war das erschütterndste für mich, dass ihr niemand zur Seite gesprungen ist. 

Kein Sanitäter kam angelaufen, kein Personenschützer, kein Mitarbeiter und nicht mal der neben ihr stehende ukrainische Präsident reichte ihr auch nur den Arm; ja er starrte angestrengt geradeaus, als ob er sich und der Welt weismachen wollte, dass er ihre Notsituation einfach nicht bemerkt.

Da steht sie und hält sich mit eisernem Willen auf den schwankenden Beinen und keine Sau eilt ihr zu Hilfe. Vor aller Augen, in sengender Hitze, die Kameras auf sie gerichtet und kein einziger Mensch fühlt sich berufen, das Protokoll zu missachten und mal schnell zu ihr rüber zu laufen.


In den Berichten hieß es, sie hätte unmittelbar danach wieder "normal laufen" können. So ein Bullshit! Ja, sie konnte laufen, aber das war's auch schon. Flüssiges Gangbild ist was anderes. Sie eilte zur Pressekonferenz, sie war immer noch fahrig (kein Wunder) und jeder, der Augen im Kopf hat, konnte sehen, dass sie mit letzter Kraft - und daher eilig, wie jeder, der Panik hat - unterwegs war. 

Warum man sie nicht aus dem Verkehr und sofort ins Krankenhaus gebracht hat, verstehe ich nicht. 

Die Wirkung, die sicherlich vermieden werden sollte (ein Politiker darf keine Schwäche zeigen, etc. blabla), ist so viel verheerender. Alles wäre okay gewesen, wenn sie umgekippt wäre oder ihr der Präsident wenigstens seine Hand auf ihren Rücken gelegt hätte - das wären dann Bilder gewesen, die nie gesendet worden wären, man hätte nur von einem Schwächeanfall in Gluthitze gelesen und niemand hätte sich tiefergehende Gedanken gemacht.

So aber, die Kamera draufgehalten, haben sich zumindest mir diese Bilder unauslöschlich ins Hirn gebrannt: ein schrecklich anzusehendes Symptom, eine sichtlich panische wie stoische Kanzlerin, die im Stehen zusammenbricht und niemand hilft.

Und heute kraucht sie schon wieder in Gluthitze in Goslar rum. Sie muss doch gar keine Wahlen mehr gewinnen...

Montag, 17. Juni 2019

Wie ich mich neulich auf den ersten Blick verliebte

Umstände spülten mich auf das Hoffest des Regierenden Bürgermeisters. Ich war mit einer Kollegin dort, die mich irgendwann an den Stand von Eisern Union zerrte. "Mein Mann ist so ein Fan, dem bringe ich ein paar give aways mit." 

Während sie sich Schlüsselanhänger geben ließ, sah ich drei Meter von mir entfernt einen schwitzenden, erschöpften Mann. 

"Du, kucke mal, das ist der Präsident von Eisern Union, ich frag den mal, ob ich dich mit ihm fotografieren kann, dann freut sich dein Mann noch mehr." raunte ich meiner Kollegin zu. "Das traust du dich?"

Ich trau mich fast alles, wenn es nicht um mich geht und wenn's mir völlig gleich ist, ob ich es bekomme oder nicht. Das ist ja das Blöde mit mir. Wenn der Mann mir also gefallen hätte oder ich schon langjähriger Fan gewesen wäre, wäre mir nur die eine Reaktion möglich gewesen, an der - in meinem Fall - jeder Mann erkennen kann, dass ich in Flammen stehe: vollkommene Ignoranz gepaart mit null Blickkontakt.

So aber hatte ich zwar ein paar Tage zuvor gelesen, dass der Verein gerade in die 1.Bundesliga aufgestiegen ist, die Fans ganz aus dem Häuschensind und dass das alles überhaupt eine ganz dolle Sache sei, weil die alle so erdverbunden und sturmerprobt (ach nee, das sind ja die Niedersachsen), anyway, der ganze Verein, samt Stadion und Präsident und der Weihnachtssingerei der ultimative heiße Scheiß ist. Der übliche Medienhype halt. 

Ich war nicht infiziert vom Eisern-Bazillus, also ging ich entspannt auf den Mann zu und sprach ihn an. Erklärte ihm, der Mann meiner Freundin, ein großer Fan, ob man ein Foto... und dann war's um mich geschehen, binnen einer Sekunde. 

Er neigte sich mir zu und in seinem Gesicht war Milde, Erschöpfung, Güte und ein bisschen Traurigkeit. Da war ich gleich hinüber. Außerdem sieht er ein klein bisschen aus wie Guy Ritchie, was auch nicht schadet.

Freundlich stellte er sich neben meine Freundin, ich fotografierte, ein anderer Vereinsmeier sagte zu mir, dass ich doch bestimmt auch ein Foto mit ihm haben möchte, nahm mir mein Handy aus der Hand und nun habe ich ein Foto mit der Liebe meines Lebens, auf dem ich total bescheuert aussehe, ja leider, ich sehe so dümmlich-Honikuchenpferdartig aus der Wäsche, dass mir gleich wieder einfiel, weshalb meine private Appeasement-Politik ("to ignore") die bessere Alternative für alle Beteiligten ist. 

Natürlich war dieses Foto auch schon gleich der Höhe- und Endpunkt dieser doch reichlich kurzen Affaire, von der sogar nur ich etwas wusste und der andere Beteiligte nie erfahren wird, dass er mal für einen Moment beinah in etwas verwickelt war. Hach.

 ***

Meiner Kollegin gab ich den Tipp, sich ihr Foto mit ihm groß auf Leinwand auszudrucken und es ihrem Mann zu Weihnachten zu schenken, da würde die Freude doch groß sein. Auf keinen Fall, meinte sie, der hängt das auf und dann muss ich für immer auf dieses Foto glotzen.



Donnerstag, 13. Juni 2019

Das schlimme Blinddate


Schon als er mich in eine Bäckerei in Lichterfelde bestellte, wusste ich, dass das nix wird und als ich angeradelt kam und diesen merkwürdigen Schrat in Ballonseide sah, wäre ich am liebsten weitergefahren und nach den ersten Sätzen, die wir sprachen, wollte ich mich bereits entleiben.

Ich hab doch so ein gutes Bauchgefühl für Dinge, die nicht gehen, weshalb höre ich nur so selten auf mich?

Steht da also ein Mann vor mir, früh vergreist, eine Mischung aus George und Buster Bluth aus Arrested Development, meiner neuen Lieblingsserie. Wir gehen in die Bäckerei, die in einem Nebenraum ein kleines Café eingerichtet hat, das vollständig leer ist. Selbstbedienung. Er kauft sich einen Kaffee und ein Stück Kuchen. "Ich geh schon mal nach nebenan". Du meine Güte, ich bin wahrlich kein Luxusweibchen, aber in so einem Schrottladen hätte man mich durchaus zu einem Tee einladen können. 

Aber dass hier ein Mann vor mir steht, der nicht den geringsten Schimmer davon hat, wie man eine Frau für sich interessieren könnte, war ja klar. Und er toppt sogar noch alle voreiligen Vorurteile, die ich in den ersten Sekunden über ihn gefasst hatte. 

Er wohnt noch bei Mutti "Weshalb soll ich denn ausziehen, wenn es mich doch nichts kostet, bei ihr zu wohnen. Ja klar macht sie meine Wäsche, warum auch nicht?"

Er hat Hobbies. Er schob mir ein Foto eine Farbkopie von einem älteren BVG Bus rüber. "Den fahre ich manchmal am Wochenende. Im Verein. Kostet mich nichts." Dann eine Kopie eines Segelbootes. "Ich trainiere eine Rudermannschaft. Das ist das Begleitboot. Kostet mich nichts."

Und er hatte natürlich Pech mit Frauen. "Es gibt ja keine Frauen mehr, die Kompromisse machen können. Die Letzte war immer sauer, weil ich am Wochenende die Rudermannschaft trainiere." Er empört sich: "Was soll ich machen, ich kann die Jungs doch nicht im Stich lassen? Die hat immer nur gemeckert, weil ich keine Zeit hatte."

Ich denke, aber sie hat doch Kompromisse gemacht, und zwar jedes Wochenende, aber für so ein selbstgerechtes Muttersöhnchen ist die Frauenwelt an sich natürlich kein Ort der Verheißung. Alles Schlampen außer Mutti.

Schnell holt er eine weitere Farbkopie raus, er geht nun aufs Ganze und zeigt mir sein Elternhaus, aus dem er ja nie ausgezogen ist. Es steht in einer Siedlung um die Ecke und das einzige, was ihn stört, sind die Nachbarn, die immer Gäste im Garten haben und Lärm machen, vor allem wenn Fußball-WM ist. Schlafen sei dann unmöglich und deshalb habe er auch schon öfter die Polizei gerufen, aber kaum seien die weg, lachen sie nebenan einfach weiter.

Mein Blick ist schon vollends leer, es sind knapp 20 Minuten vergangen und das ist lang genug. Ich breche diese sinnlose Zeitverschwendung ab und wünsche ihm viel Fortune. Verdutzt bleibt er sitzen mit seinen Farbkopien und ich radel glücklich in den Sonnenuntergang.

Dienstag, 4. Juni 2019

Mütter, Nichten und Andrea Nahles

+++ Spooky +++

Geheimnisvolle Dinge gehen vor die letzten Tage. Zuerst enttaute der Kühlschrank sich selbst, was durchaus ein sinnvoller Versuch zur Eigenrettung war. Leider zu spät, denn seitdem schafft er nur noch 12 Grad Kühle. Dann schaltete sich die Geschirrspülmaschine mitten im Waschvorgang ab. Nachdem ich den Stecker zog und neu startete, rumpelte sie zwar brav weiter, aber am nächsten Tag funktionierte der Eierkocher nicht. 

Nun korrelierten diese Dinge mit der Anwesenheit meiner Mutter in Berlin, was an sich schon verdächtig ist. Sie drückt gern Knöpfe und räumt Dinge weg, die einen festen Platz haben oder einfach von mir irgendwo hingelegt werden, aber dank meiner Rüstigkeit wiedergefunden werden. Jedenfalls solange der Optimierungsdrang meiner Mutter nicht andere Orte für geeigneter hält.

Sie hat sich noch was Neues angewöhnt: sie folgt mir in meiner Wohnung wie ein Schoßhündchen und vor allem in der Küche beäugt sie, schräg hinter mir stehend, alles was ich tue mit großer Besorgnis. Am liebsten will sie das Kommando übernehmen, ich bin ja nicht blöd und merke das natürlich.

+++ Niedliche Verwandte +++

Das Kind meiner Nichte übrigens, inzwischen drei Jahre alt, kommt ganz nach ihr. Als meine Mutter ins Bad wollte, sprang die Kleine auf und sagte "Ich begleite dich". Womit sie widerum die elegante Ausdrucksweise ihrer eigenen Mutter (meiner Nichte) kopierte, die ebenfalls im Alter zwischen 3-4 Jahren Dinge sagte wie "Wer klingelte da?" Das nennt man transgenerationale Weitergabe.

Den schönsten Satz sagte sie allerdings zu ihrem Vater "Papa, du bist auch eine gute Mutter!" Ein wertschätzendes und warmherziges kleines Ding ist sie.


+++ Andrea Nahles +++

So, und jetzt noch zu Andrea Nahles. Ist ja populär, sie schrecklich und peinlich zu finden. Ich weiß auch nicht, weshalb sie diese kreischige Hemdsärmeligkeit gepaart mit überbordendem "Ich-will-dass-ein-Ruck-durch-die-SPD-geht"-Modus für geglückt hält, ist mir auch egal. Nach allem, was man so hört, ist sie sonst ganz okay. Ihr Abgang ist jedenfalls aller Ehren wert.

Weshalb sich aber stattdessen niemand mit den blasierten Hackfressen Alice Weidel und Beatrix von Storch in ähnlicher Weise aufhält, die neben ihrer weitaus unattraktiveren Gesamterscheinung (nur noch übertroffen von Gaulands fauligen Zähnen) auch noch grausige Inhalte zu Markte tragen - das kapiere ich nicht. Mit aller Lust an der Zerfleischung werden die immer gleichen Bilder von Nahles mit rudernden Armen, Bätschi rufend, etc. in die Wohnzimmer penetriert, allein die zwei güllespritzenden Schreckensweiber von der AfD werden mit diskreter Rücksicht behandelt, als hätte ihnen eine unbekannte Macht Welpenschutz verpasst.

Was soll mir das sagen?


Sonntag, 26. Mai 2019

Heul doch, Nichtraucherin!

Während unterdessen sowohl Niki Lauda als auch Wiglaf Droste gestorben sind, schlage ich mich mit den Auswirkungen meiner Nichtraucherei plus Schokoladenentzug herum.

Früher habe ich immer gesagt, das Gute am Rauchen ist doch, dass man weder ausfällig wird noch lila Sonnen sieht, sondern einfach nur still in einer zugigen Ecke steht und niemandem auf den Geist geht.

Nun, da ich selber gedetoxt bin, wird mir klar, dass ich vor allem mir selber nicht auf den Geist gegangen bin mit irgendwelchen Befindlichkeiten. Das hat sich jetzt geändert. Nikotin ist ein Nervengift, das hab ich nie bestritten. Aber die Auswirkungen - außer hochgradige Gefahr von Lungenkrebs - hielt ich für vernachlässigenswert. Ich spürte keine Auswirkungen, echt jetzt, manchmal Kopfschmerz, wenn ich übertrieben hatte, aber ansonsten: alles roger.

Naja. Jetzt, nach über 4 Monaten nichtrauchens und fast 8 Monaten ohne Schokolade stelle ich fest, dass ich eine tickende Zeitbombe bin, die sich ausnahmslos dysfunktionale Beziehungsgeflechte diagnostiziert, ja, sogar so weit geht, zu vermuten, alle langjährigen Begleiter und -innen sind überhaupt nur deshalb in meinem Leben, weil ich mir alle weniger liebenswerten Eigenheiten meiner beloved ones weggeraucht und/oder hübsch in Milka Vollmilch ersoffen habe. 

Also: ich fühle jetzt immerzu alles. Ich, die ich noch Anfang des Jahres ungerührt von allerschlimmsten Kümmernissen berichtet habe, als sprüche ich über eine andere, muss jetzt wegen jedem Scheiß heulen und alles am lebendigen Leib empfinden. Ist das scheiß anstrengend!

Und da fast alle meine Freunde (m/w/d) saufen wie die Löcher, ertragen die umgekehrt womöglich auch mich nur, weil sie zwar tagsüber alle einer geregelten Arbeit in hoffentlich nüchternem Zustand nachgehen, sich aber am Abend, wenn wir uns für gewöhnlich treffen, sofort rosa Cremant hinter die Binde gießen. Aber gut, das ist deren Problem. War nur so'n Gedanke. 

Anyway, ich habe Vollbeschäftigung mit all diesen Gefühlen und den daraus resultierenden Fragen, ob die eine oder andere verwandschaftliche oder freundschaftliche Beziehung im Grunde nicht längst auf den Misthaufen meiner Vita gehört. 

Neulich war ich über eine Sache so verstört, dass ich mich mit zwei landesweit bekannten Bloggerinnen extra in Leipzig getroffen habe, um mich mit ihnen darüber zu unterhalten. Ich versprach mir von unserer virtuellen Freundschaft (die aufgrund höchst seltener persönlicher Treffen noch keine Alltagsabnutzungserscheinungen hat) eine sehr objektive Sicht auf mein Dilemma und da hatte ich mich auch nicht getäuscht. Kluge Bloggerinnen sind auch in echt kluge Frauen und so saßen wir fünf Stunden an einem verregneten Samstag im Cafe Central und dann fuhr eine jede wieder heim. 

War das schön, Zeit mit Menschen zu verbringen, denen ich noch rein gar nichts übel nehmen konnte, weshalb ich auch nicht heulen musste bei der Erinnerung an frühere Verletzungen, weil sich ja bisher schlicht keine Gelegenheit für auch nur die kleinste Verfehlung gegen diverse Freundinnen-Kodexe ergab - bei dem nunmehr dritten Treffen in sieben Jahren (und die eine lernte ich an diesem Regentag sogar erst kennen.) Blütenreine Freundschaften - eine Labsal für meine entzündeten Nerven, die jetzt immerzu gekränkt sind, auch retrospektiv. Ich muss die beiden jetzt öfter treffen, es war zu schön!

Mir hat mal jmd. vor Jahren gesagt, keiner müsse sich einbilden, dass alles einfacher werde mit einem ehemaligen Suchtkranken, nur weil er nicht mehr trinke oder fresse oder sonstwas. Nein, wenn das alles weg sei, komme sein wahres Ich zum Vorschein und da wünscht sich manche/r das stets hackedichte Gegenüber zurück. 

Schätze, dass meine neue Überempfindlichkeit und meine dramatischen Ausrufe "Ich fühle jetzt andauernd alles, ist das ätzend!" viel Gleichmut erfordert von denen, die mit mir zu tun haben.

Dieser kleine Exkurs nur mal so als Warnung an alle, die aufhören wollen zu rauchen: Macht euch auf etwas gefasst! 


P.S. Die schönsten Nachrufe zu Wiglaf Droste gibt es hier


PPS: Ich bin jetzt doch eine ekelhaft militante Ex-Raucherin geworden. Noch halte ich zwar keine Volksreden über die Gefahren und das habe ich auch nicht vor, aber natürlich darf kein Mensch mehr in meiner Wohnung rauchen. Und ich bin sogar soweit gegangen, dass ich dreiviertel meiner Bücher im Laufe von 14 Tagen in so eine Bücher-Telefonzelle geschleppt habe - weil die einfach nach 30 Jahren Zugequalme so dermaßen stinken, dass ich's jetzt, mit meiner neuen Intoleranz einfach nicht mehr ertragen kann. Und ich bin sehr stolz, dass meine Bücher am jeweils nächsten Tag fast immer komplett weg waren. Kein Wunder, war ja Qualitätsware...

Dienstag, 30. April 2019

Peinliche Paare


Stehe mal wieder auf einem Empfang herum, diesmal mit Live-Band, weil es sich um einen Tanz in den Mai handelt. Zugegeben geht die Chose nur von 18 - 22 Uhr, was aber einige Menschen nicht davon abhält, in grauenerregende Ekstase zu verfallen, als die Band "Freak out" anstimmt. 

Ich beobachte den Nachbarstehtisch schon eine Weile, zunächst denke ich, Gayle Tufts zu erkennen, aber es ist nur die Doppelgängerin. Neben ihr steht ein Männchen mit  Maus-Gesicht.

Zunächst gerät das Männchen in Bewegung; will sagen: es wagt ein paar exaltierte Tanzschritte, die trefflich fehlendes Rhytmusgefühl veranschaulichen. Aber damit nicht genug: nun folgt die Latin Lover Attitude, von der Gayle Tufts erkennbar überrascht und in Ermangelung häufigerer Wallungen ihres Maus-Männchens keinerlei Routine erworben hat, sich seinem ungelenken Gegrabbel und Geknutsche geschmeidig hinzugeben. Sie ist irritiert und - wie ich meine zu erkennen - auch angewidert. Was sie zu verbergen versucht. 

Es kommt noch schlimmer: um diesen ekstatischen Moment dieser sicher in die Jahre gekommenen (oder gerade erst über Parship begonnenen) Beziehung für alle Ewigkeit festzuhalten, ergreift er seine riesige Kamera, die vor ihm auf dem Stehtisch liegt und fotografiert sie, als sei er Helmut Newton und sie ein Topmodel. Sie macht ihm den Gefallen, beugt sich vor und haucht "Freak out" in die Kamera - er überschlägt sich vor Glück über dieses heiße, überkandidelte Gerät an seiner Seite, dass er sofort wieder mit dem Geknutsche beginnt... kaum trifft er ihren Mund, weil er so hampelt...sie windet sich.

Und ich winde mich am Nebentisch, kann aber den Blick nicht abwenden wegen all der menschlichen Abgründe.

Inzwischen ist das Männchen so im Glück, dass es anfängt, andere Menschen großzügig an seinen Tisch zu rufen. Mit großer Geste umarmt er nun einen Oliver, der bestimmt schon in der Jungen Union zugange war oder bei der FDP sein Glück versucht hat - naja, was soll man sagen, beide haben es geschafft, denn immerhin stehen sie hier in der Senatskanzlei und ein paar Meter entfernt steht der Regierende, sie sind also ganz nah dran und nun muss das Männchen auch schon wieder mit Besitzerstolz Gayle Tufts küssen, die sich wahrscheinlich denkt "Einen Besseren finde ich nicht und immerhin wird er ja vom Bürgermeister eingeladen."

 Freak out!

Sonntag, 28. April 2019

Zwischenbericht aus der Versenkung

Bevor mein Blog von Spammern, Scammern, Bots oder wie die sich nennen, komplett überrannt und womöglich übernommen wird, melde ich mich besser mal. 

Ich hatte geahnt, dass es nicht nur Vorteile haben wird, das rauchen aufzugeben. Mancherlei Unbill bricht aus, wenn man sich kein Nervengift mehr einverleibt - davon hatte ich gehört. Und zwar sowohl psychisch als auch physisch kann man mit blöden Überraschungen rechnen, die ich für so folgerichtig wie auch unausweichlich während der Vielqualmerei gehalten habe. 

Natürlich hatte ich gehofft, dass es sich bei mir auf die berüchtigten Monster-Erkältungen und/oder Magenverstimmungen beschränken wird; von denen allerdings bin ich verschont geblieben. Womit ich nicht gerechnet hatte bei all der gesunden Ernährung, dem Gewichtsverlust, dem vielen Gelatsche an der frischen Luft, ist Bluthochdruck. Hä? Bluthochdruck - jetzt, wo ich pumperlgesund lebe? Ich in der Notaufnahme und die kriegen den stundenlang nicht runter? What the hell...

Ich kann euch sagen, da ist es mit der guten Laune schnell vorbei und rasch fallen einem keine heiteren Themen mehr für einen Blog ein, denn Hypochonder bin ich leider immer noch und wenn ich dann mal was habe, kann es bekanntlich nur zum Tode führen und so bin ich mal wieder vornehmlich mit meinem nahen Ende beschäftigt. 

Zwischendurch sind noch ein paar andere blöde Dinge passiert, meine Lieblingstante ist verstorben, meine Freundin von gegenüber verunfallt, weshalb ich sie in meinem jämmerlichen Zustand pflegen und ihr Kind hüten musste und ich hatte auch noch ein fürchterliches Date. 

Sobald ich meine Contenance wiedergefunden habe, werde ich ausführlich davon berichten. 


Sonntag, 24. März 2019

Ein Nachruf

Als ich ihre Todesanzeige entdecke, haut es mich aus den Schuhen. 

In meinem ganzen Leben habe ich von keinen sinnloseren Todesfall hören müssen - nein, anders ausgedrückt: keiner war je so ungerecht, bitter und grausam für die Angehörigen.

Der Tagesspiegel berichtete schon mal 2007 über sie:  

"...Als die Frau mit der hellen, freundlichen Ausstrahlung vor 28 Jahren schwerstbehinderte Zwillinge bekam und klar war, dass die beiden Töchter sich nie allein würden anziehen oder ohne Hilfe essen können, war sie entschlossen, ihnen ein möglichst normales Leben zu schaffen. Sie schickte sie auf Regelschulen und ist sehr stolz darauf, dass beide es geschafft haben, Ärztinnen zu werden...." 

Da war sie beim Bundespräsidenten eingeladen, was sie im Nachhinein erwähnte, wie eine Nebensächlichkeit und ihre Bescheidenheit war nicht gespielt. Sie war unprätentiös, ohne jeden Dünkel und auf skandinavische Art bildschön. 

Ihre Töchter diskutierten oft mit, wenn sie dran war, den Lesekreis bei sich zuhause zu empfangen. Sie hatten schon immer alle Bücher vor uns gelesen. Manchmal scheuchte sie ihren Mann und die Mädchen aus dem Haus, ins Kino, wenn wir kamen. 

Ihr Mann, ein Naturwissenschaftler durch und durch, ging nicht stiften, als klar wurde, wie krank die Töchter sind. Vier Menschen, die das Beste aus allem machten. Die um die halbe Welt reisten, ein offenes Haus führten, in dem man köstlich bekocht wurde, in dem Jubel, Trubel und Heiterkeit herrschte und manchmal die Fetzen flogen. Größtmögliche Normalität, Herzenswärme und immer das beste Essen von allen.

Ich habe sie nie klagen hören; im Gegenteil, sie war immer gutgelaunt und das fand ich geradezu überirdisch. Habe mich immer gefragt, wo sie das alles lässt, aber es schien immer, als habe sie gar nichts irgendwo zu lassen; so, als ob es genau so wie es ist, gut ist. 

Als ob das nicht alles schon gereicht hätte, erkrankte ihr Mann. Er kämpft seit Jahren um sein Leben.

Und dann bekommt sie vor 14 Tagen wie aus dem Nichts schreckliche Schmerzen. Schleppt sich ins Krankenhaus. Drei Tage später ist sie tot. Einfach so. Ohne Ankündigung. Ohne Abschied. Viel zu früh, viel zu jung.

Die Kirche platzt bei der Trauerfeier aus allen Nähten; ich habe michts anderes erwartet. Treffe meinen alten Lesekreis, zu dem ich zurückkehren werde, wenn nicht im neuen Lesekreis beim nächsten Treffen ein Wunder geschieht dergestalt, dass nicht nur ich das diesmal grauenhaft schlechte Buch (Becks letzter Sommer) gelesen haben werde. 

Ich weine eine Stunde lang ununterbrochen, ebenso wie mindestens die Hälfte der Anwesenden. 

Eine der Töchter hält eine Rede, erzählt, dass die Mutter immer sagte "Ihr müsst jeden Tag etwas Schönes machen, hört ihr?" und ich denke, das alles hätte sich nicht mal Rosamunde Pilcher auszudenken gewagt, so sehr drüber ist dieses Leben und dessen Ende, aber es ist doch genau so gelebt worden und lebt sich nun weiter, ohne sie - welch ein Verlust für die drei Übriggebliebenen, denen vom Leben schon im Übermaß in die Suppe gespuckt wurde.

Hier ist nichts Tröstliches, was man sich herbeireden kann. Es ist kein Sinn zu erkennen und es gibt keine Hoffnung am Horizont. 

Ich hätte gerne den Verantwortlichen gesprochen, damit ich ihm in die Fresse hauen kann.

 

Dienstag, 12. März 2019

Häppchen im Bundestag

Was ich in den letzten Wochen alles erlebt habe... 100 Jahre Frauenwahlrecht machen es möglich, dass ich mich von einer Veranstaltung zur anderen hangele, meistens eingeladen von der SPD, auf Bundesebene, Landesebene und lange wird es nicht mehr dauern, da kann ich Führungen durch den Bundestag anbieten. 

Neulich hat sogar ein Minister mit mir geflirtet, ich war ganz irritiert, habe ihn natürlich ignoriert und gedacht Träum weiter, ich unterhielt mich lieber mit einer Staatssekretärin a.D., die ich gerade kennengelernt hatte, denn netzwerken können die Sozen, das kann ich bezeugen und sie sind herzlich dabei. 

Auf all diesen Veranstaltungen zu Ehren der Frauen kreuzen immer auch ein paar Männer aus der ersten Reihe auf, wie beispielsweise oben genannter Herr, wohl weil die kein Zuhause haben oder einem hier die gebratenen Häppchen direkt in den Mund fliegen oder weil eventuell mal eine sehr junge hübsche Frau (direkt von der Uni) zu beeindrucken ist. 

Einer begegnet mir immer wieder und stets neigt er sich vertraulich einer dieser Praktikantinnen oder Referentinnen zu und säuselt in ihr Ohr und ich denke, so dumm wird sie doch nicht sein, er könnte ihr Opa sein und so mächtig ist er auch wieder nicht, dass sich das lohnen würde - nicht jeder ist ein Müntefering. 

Heute nun in der FES, 30 Jahre Friedliche Revolution, und das hätte mir eine Warnung sein sollen, denn ich nenne das eigentlich immer nur "Wende" oder "Mauerfall" - was aber politisch nicht korrekt ist, wie ich erfahren muss. Ich war mit drei "West"-Frauen vor Ort, was noch wichtig wird, denn letztlich handelte es sich um eine Hommage an die "Ostfrau" - wogegen ich nichts habe, nur hätte das im Vorfeld etwas deutlicher werden können.

Mir war ja bis heute Abend nicht bewusst, wie toll die Ostfrauen gewesen sind und wie bescheuert hingegen die Westfrauen. Ostfrauen hatten ganz tolle Mütter und Großmütter, die ein selbstbestimmtes Leben hatten und abtreiben konnten, wann immer sie wollten. Ich wollte schon laut rufen "Wir im Westen konnten auch abtreiben, wann immer wir es wollten, hallo? Und eure tolle Ober-Ostfrau schafft es nicht mal, den 219a zu kippen!" Huch, dachte ich, wie rede denke ich denn?

Eine Iranerin aus dem Publikum stand auf und sagte zu der jungen Frau auf dem Podium, die nach dem Mauerfall geboren wurde, sich dennoch als "Ostfrau" fühlt, dann sei sie wohl nicht integriert, denn wenn sie eine Tochter hätte, die sie vor 30 Jahren in Deutschland geboren hätte und die würde sagen,.sie fühle sich wie eine Iranerin, dann wäre diese offenbar nicht integriert.

Meine Sitznachbarin spöttelte "Ich sag doch auch nicht, ich bin eine Südfrau, weil ich aus München komme." Eine weitere Frau aus dem Publikum ergriff das Mikrofon und sagte, dass es sich doch um eine Feierlichkeit anlässlich des Internationalen Frauentags handele und dass ihr diese einseitige Fokussierung auf Ostfrauen doch allzu provinziell erscheine und dass Frauen heutzutage allerhand wichtigere Probleme zu lösen haben, als vermeintliche Alleinstellungsmerkmale zu feiern, bzw. anzuprangern.

Die Ostfrauen auf dem Podium waren echt sauer, eine Keilerei wurde letztlich verhindert bzw. geschmeidig abmoderiert von der anwesenden Ministerpräsidentin, die bestimmt mal eine Ausbildung zur Mediatorin gemacht hat oder aber ein beeindruckendes Naturtalent besitzt, hochgekochte Volksseelen zu beschwichtigen und eine 1 a Feel Good Stimmung zu erschaffen. Chapeau Manuela!

Ich muss ehrlich sagen, die Sozen haben klasse Frauen aufzubieten, und zwar aus allen Himmelsrichtungen.