Freitag, 27. Januar 2017

Gesund durch Hund

Zwecks schnelleren Heilungsprozess habe ich mir einen Hund ausgeliehen, über Nacht sogar. Es ist ein großer, tiefschwarzer Hund mit irre vielen Zähnen. Das fällt mir auch sonst auf, bekommt aber noch mal eine andere Färbung, wenn man im Bett liegt und das Tier nicht zur Ruhe kommt. Es taperte endlos zwischen Schlaf- und Wohnzimmer hin und her. 

Ich bin gegen Tiere im Schlafzimmer, ja eigentlich haben sie meiner Meinung nach schon in der Wohnung nichts zu suchen, weil ich davon ausgehe, dass sie woanders lieber wären, wenn sie selbst entscheiden dürften. 

Wenn man also im Bett liegt und jemand mit riesigem Gebiss hin und her läuft, was auf eine gewisse Frustration hindeutet, kann ich ja nicht wissen, ob sich das nicht vorhandene Zeitgefühl (morgen bin ich wieder bei Frauchen) Bahn bricht in einer Zerfleischung der temporären Dosenöffnerin. 

Irgendwann war ich es leid und schloss die Tür, damit wenigstens ich schlafen konnte. Damit konnte der Hund offenbar gut leben, denn ich hörte keinen Mucks mehr. Durch die geschlosseneTür allerdings merkte er, dass ich um halb sieben das erste Mal die Augen öffnete, dabei mache ich das geräuschlos.

Aber das ganze hat auch Vorteile. Ich habe gestern drei(!) ausführliche Spaziergänge gemacht, den letzten um 23 Uhr. So habe ich einen wahnsinnig schönen Sternenhimmel gesehen und ebenso schön war es, ohne Angst im dunklen zu laufen. Jeder Kettensägenmörder wäre massakriert worden, was mich mit selbstgewisser Befriedigung erfüllte. Mir begegnete aber kein Mensch, an dem ein Exempel hätte statuiert werden können.

Heute früh um 7 Uhr war ich schon wieder draußen und habe den Sonnenaufgang gesehen; die viele klirrend kalte Luft sorgt für ein heilloses Durcheinander in meinen Körperzellen. Der Husten hat sich so erschreckt, dass er fast nicht mehr da ist. Alles fein.

Kommentare:

  1. Ich kann Dir sehr kostengünstig auch mal eine bepelzte Wärmflasche ausleihen.

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    1. Sobald ich meinen Bildungsauftrag ("bei Fuß") erfüllt habe, für den ich gestern eine einleuchtende Arbeitsanweisung von einem lieben Menschen erhalten habe, mache ich mich an das nächste Objekt ran.
      Eben versuchen 23 Kilo auf meinen Schoß zu klettern; ich komme kaum noch an die Tastatuuuuuuuur

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  2. Semiotik. Er sagt Dir, daß Hundestreicheln viel glücklicher macht als Tastatur drücken. Und wo er recht hat hat er recht. Auch »bei Fuß« kann Frau durch ein konziliantes »kommst Du?« einschmeichelnder formulieren. Es öffnet zudem die Hintertür einer fruchtbaren Auseinandersetzung, wenn er schon was anderes vorhat.
    »Nicht? Nein? Wollen wir was anderes spielen?«
    Du solltest nicht dem Fehler verfallen, auf sogenannte Hundeschulen oder wohlmeinende Hundebesitzer zu hören. Hunde haben einen Charakter und Du hast auch einen. Man trifft sich immer in der Mitte. Warum nicht mal über einen Hügel rennen, einen Hasen jagen oder ein rotes Auto anbellen? Zeig ihm den Hund, der in Dir steckt! Er wird es Dir mit Respekt und Zuneigung danken. Lass die anderen nur reden! Nach spätestens zwei Wochen werden sich Muskeln entwickelt haben, von denen Du nicht einmal wußtest, daß Du sie besitzt. Sinnlose Diskussionen beendest Du dann damit, dem Kritiker in den Bauch zu boxen. Oder – sollte die die Erziehung Deines Hundes Früchte getragen haben – ihm ins Bein zu beißen.

    Wenn Ihr dann wohlbehalten zusammen auf dem Teppich sitzt, er Dir tief in die Augen sieht und Dir sagt: Du und ich, wir sind vom gleichen Blute, dann wirst Du an diese Worte denken!

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    1. Pest ist klein. Schoss sitzen und tippen klappt super

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    2. Wie elegisch, lieber Pantoufle.

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  3. Sie soll nicht auf Hundebesitzer hören, rät der Hundebsitzer. Hihi

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  4. Nicht Besitzer. Redaktionskampfhunde besitzt man nicht. Ein freundlicher, aufmerksamer Gesprächspartner, durch Anmut und edlem Aussehen eine Zierde des Hauses und mit weichem Fell zum streicheln. Und wenn er Daumen hätte , könnte er auch die Futterdose selber öffnen.

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    1. Dazu gäbe es, angefangen bei der Anmut und dem edlen Aussehen, einiges zu sagen. Ich schweige wissend.

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  5. Ich muss zugeben, dass ich mich sehr gut daran gewöhnt habe, dass mein kleiner Hund mit im Schlafzimmer liegt. Ins Bett darf sie nicht, aber sie sucht die Nähe zum Rudel und da fühlt sie sich in der Nähe vom Mensch recht wohl.

    Allerdings ist sie so ruhig, dass ich morgens erst aufstehen und duschen kann, bevor sie daran denkt ebenfalls mal den Arsch hoch zu bekommen.

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    1. Ich hoffe, die drei kleinen MiMs dürfen auch mal zum Herrn Papa ins Schlafzimmer ;)

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