Donnerstag, 14. Mai 2015

Le Petit Thriatlon

Noch vor dem Frühstück ins Freibad, um eine Stunde zu schwimmen. Auf der Fahrt beschlossen, dass ich auch eine Stunde Rad fahren und eine Stunde laufen werde. 
 
Als ich ins Becken stieg, schnappte ich nach Luft und dachte "What the fuck mach ich hier eigentlich?". Wassertemperatur 18 Grad, Luft 14. Als ich ganz ins Wasser glitt, war ich augenblicklich schockgefroren. Meine Glieder wurden schwer und ich wusste jetzt, weshalb erfrieren der angenehmste Tod sein soll. Man wird müde und gleichmütig. 
 
Selbst dass ich das Becken mit nur zwei anderen Menschen teilen musste - was meiner Traumvorstellung vom Becken-ganz-für-mich-allein schon ziemlich nah kommt, blieb mir wurscht (wobei mir auffällt, dass sich meine "Traumvorstellungen" häufig darum drehen, irgendwas ganz allein zu machen - auf welche Persönlichkeitsstörung das hindeutet, wird noch zu eruieren sein).
 
In Zeitlupe schwomm ich 50 Meter hin und her und her und hin, nach 45 Minuten war meine Ganzkörpergänsehaut rasiermesserscharf. Kurz bevor ich voreilig mit dem Leben abschließen und mich final dem Chlorwasser überantworten würde (noch weitere 10 Minuten und ich hätte ein weißes Licht gesehen), rettete ich mich zitternd in die Dusche. Dort erlitt ich Verbrühungen bei lauwarmen Wasser.  
 
Zuhause gefrühstückt und weiter gefroren. Eigentlich wollte ich nun laufen. Aber ich war so müde, dass ich mich lieber noch mal ins Bett legte. Gegen 14 Uhr wurde ich wach. Im Koma Wochenendeinkauf absolviert. Um 17 Uhr im Kino verabredet, da wäre ich gerne hingeradelt, aber inzwischen goss es wieder wie aus Eimern. Ich hätte noch eine Stunde laufen können, aber bleiern starrte ich Löcher in die Luft.  
 
Im Kino fast eingeschlafen. Anschließend essen gegangen. Ente kross, süß sauer. Und mit Cola wird der Durst erst schön. Dabei hatte der Tag so ambitioniert begonnen. 
 
P.S. Kürzlich meiner Mutter vom Blog erzählt. "Ja, hat denn irgendeiner Zeit, das alles zu lesen?"

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