Dienstag, 12. Juli 2016

fucked up

Wenn man der hinduistischen Theorie folgt, dass man den Scheiß, den man in früheren Leben verbrochen hat, als Wiedergeborene auszubaden hat, dann muss ich in vorherigen Inkarnationen einigen Mist verzapft haben. 

Nicht, dass ich wirklich viel zu klagen hätte, es bewegt sich doch alles in einem Rahmen, um den mich die Hälfte der Weltbevölkerung heiß beneiden würde. Aber in meinem eigenen kleinen Mikrokosmos, so um den Bauchnabel herum, werde ich derzeit gefordert.

Jetzt habe ich es sogar zu einem Bauernofper gebracht. Also, nicht ich habe jemanden geopfert (das sähe mir auch nicht ähnlich), sondern ich bin das Bauernopfer. 

Da sollte und - nach längerer Überlegung - wollte ich mich verändern, was mich einige schlaflose Nächte gekostet hat (leider weiß man immer erst hinterher, ob es gut ausgehen wird). Ich warf meinen Hut in den Ring, getreu dem Motto no risk, no fun. So groß war das Risiko nicht, denn man wollte mich haben.

Aber es kam, wie es öfter kommt. Jemand muss dringend versorgt werden, weil er so schön schweigt, pekuniär wohl ausgestattet, aber ohne nennenswerte Weisungsbefugnisse und ohne Zugehörigkeit in den erlauchten Zirkel der wirklich großen Jungs. Und dann wurde gebastelt im Verschiebebahnhof. Das Interieur bekam ein saftiges Upgrade, damit nicht allzu augenscheinlich wird, dass es keine echte Club-Mitgliedschaft ist. Lohnt sich trotzdem, und letztlich hat jeder seinen Preis.

Et moi? Zurück ins Glied. Ach die... die hat doch jetzt den, den sie immer haben wollte. Das versteht die schon. Und wenn nicht, wen interessiert's? 


Kommentare:

  1. Man möchte beim Lesen in die Tischkante beißen..
    Leider fallen mir jetzt auch partout nicht die passenden Worte ein. Ich hoffe, dass sich neue Chancen ergeben, ohne den Hintergrund genauer zu kennen.
    Mitfühlende Grüße!

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  2. Möglicherweise gibt es aber auch Paralleluniversen und in einer dieser Alternativwelten lebt eine glückliche Annika?

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  3. Wie nennt man das nochmal, wenn man die größten Flaschen die Treppe rauffallen lässt, Hauptsache man ist sie los?
    Das System, das System! könnte man jetzt schreien, doch am Ende sind es doch lauter einzelne kleine, feige, intrigante Idioten.
    Ich bin froh, dass Du nicht so bist.

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    1. Das ganze nett sein bringt leider nichts, rein gar nichts.
      Ich glaube, das nennt man Peter Prinzip

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  4. Falls es im Text um einen Job geht und nicht um eine Beziehungsangelegenheit:

    Ich fürchte, man hat Ihnen zu sehr angemerkt, wie sehr Sie das wollten - und das ist ja leider oft weder im Job noch der Beziehungsangelegenheit hilfreich.

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    1. Mit Verlaub, Sie haben den Text nicht verstanden.

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  5. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  6. Oder Sie haben meinen Kommentar nicht verstanden -
    das möge die Nachwelt beurteilen.


    Als Beziehungsangelegenlichkeit jedenfalls läse sich Ihr Text wirklich sehr lustig.

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    1. Nun, ich denke nicht, dass die Nachwelt bemüht werden muss.

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