Mittwoch, 30. August 2017

Die Stille nach dem Sturm

Am liebsten wäre mir jetzt schon nach einem Jahresrückblick. Ich hatte genug 2017. 

Es begann ziemlich blöde, dann kam auch schon die Todesgrippe im Januar, gleich gefolgt von Rücken und von da an ging's bergab. Alles harmonisch ummantelt vom Tschäinsch Manadschmänt, das mir den ohnehin nur noch rudimentär vorhandenen Glauben von der angeblichen Vernunftbegabtheit der Menschheit, insbesondere der vorgesetzten Menschheit, nahm. 

Alles um mich herum trennt sich oder verliert sich in Affairen mit unpassenden Liebesobjekten, Tränen fließen literweise und neulich bin ich auch noch versehentlich auf den Hund getreten. Anstatt mich zu beißen, umwinselte er mich unterwürfig, was mir ein bisschen das Herz brach. Sogar das Pferd der Dezemberaffaire, die sich unterdessen in eine schmerzhafte Pfingstaffaire verwickelt hat, musste ins Krankenhaus mit einer Kolik und das ist bei Pferden was ganz Blödes.

Ich könnte noch eine ganze Weile so weiterschreiben, aber ich will jetzt mit der guten Nachricht schließen. 

First of all: es wird keine weiteren Bürogeschichten geben, und wenn doch, dann nur retrospektiv. Das ist gar nichts Schlimmes, denn ich habe ein Angebot bekommen, das ich nicht ablehnen konnte. Eine win-win-Situation. Hauptberuflich Sozialromantikerin, Herrin über meine Zeit und niemand ist mir weisungsbefugt. Es gibt auch Nachteile, wie immer, aber die werden von den Vorteilen aufgewogen. 

In mir ist Erleichterung und Ruhe und mein Glück im Unglück kann ich kaum fassen. Ich weiß nur eins, ich hab's verdient. 


Kommentare:

  1. Glückwunsch! Ich drücke die Daumen!

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  2. Oh wow.. WOW. Ich gratuliere dir und wünsche dir, dass dich die neue Aufgabe erfüllen wird und ganz und gar besser ist, als das, was du (zuletzt) hattest! Vielleicht kannst du an anderer Stelle näheres berichten?

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  3. Herzlichen Glückwunsch! Ich freu mich für dich! Sind doch irgendwie die Angebote, von denen wir alle träumen, oder? Die, die wir nicht ablehnen können... ;)

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  4. Oh wirklich, wie toll! Ich wünsch dir einen tollen neuen Job und bin aber doch traurig, wenn du uns keine Geschichten davon erzählen wirst...es gibt sogar bei guten Arbeitsplätzen skurile Kollegen (die gibt es immer)! Ach, ich freu mich für dich!!!!!

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  5. Oh... Veränderung... ich wünsche viel Erfolg.

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  6. Oh, die Flucht aus der Bürohölle gelingt? Da gratuliere ich ganz herzlich und drücke fest die Daumen. Auf das deine Hoffnungen und Wünsche im neuen Job in Erfüllung gehen.

    Grüße
    R.

    PS: Als Hauptverdiener und Familienvater stehen mir solche Fluchtwege derzeit leider nicht offen.

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  7. Hört sich toll an. Alles gute !

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