Sonntag, 5. Juli 2015

40 Grad und Spaß dabei

Ich hab rausgefunden, wie man über so einen Tag kommt.

Man steht um 4 Uhr auf (Schlaf ist überbewertet), reißt alle Fenster auf, die Wohnungstür, geht ins Treppenhaus, öffnet die Haustür und alle Fenster im Flur = Wohnung kühlt auf 21 Grad ab. 
Dann kann man ein bißchen die Bude aufräumen, die hat's inzwischen nötig. Man selbst hat auch Bewegung nötig. Mens sana in domicilium mundule.

Frühstück auf dem Balkon, um 5 Uhr ist das ohne weiteres möglich. Dann schafft man es auch, um 8 Uhr im am Freibad zu sein. Leider macht es erst um 9 Uhr auf. Es ist immer noch vergleichsweise kühl, also zurück nach Hause und sofort, gehen Sie nicht über Los, also sofort in den Garten. 


Hier greift das Boiling-Frog-Syndrome. Kennt bestimmt jeder. Übertragen auf den Menschen: sitzt er im Schatten und es wird langsam wärmer, merkt er es fast gar nicht.


Man liest ein gutes Buch oder das hier, checkt ab und an die Wetter-App, ist stolz, dass es schon 32 Grad ist, aber man immer noch draußen ist. Man bleibt in Bewegung, weil man alle zehn Minuten rein muss, all der Tee... Dem Kreislauf tut das gut, jedenfalls besser als 24/7 rumliegen (außerdem geht das keinen weiteren Tag ohne Thrombose-Strümpfe).


Ach ja, rauchen ist wirklich scheiße. Ich glaube, ich hätte länger als 14 Uhr geschafft, wenn ich mir meinen Kreislauf nicht mutwillig zerschrottet hätte. Das nur nebenbei. 

Jedenfalls geht man dann in die Wohnung zurück und ist happy, dass dort nur 25 Grad sind. Eine richtige Freude ist das. Alle Fenster sind immer noch weit geöffnet, die Außenjalousien sind heruntergezogen, jedoch nicht ganz. Luftzirkulation schützt vor Platzangst und eingebildeter Atemnot.

Nun bleibt einem zwar auch nichts anderes mehr als die Couch, aber mit einem Ventilator auf volle Pulle lässt sich ein Nickerchen machen, schließlich ist man seit bald 12 Stunden auf den Beinen. 

Jetzt ist es 19.30 Uhr und es geht mir immer noch fabelhaft. Das kann ich sagen ohne nennenswerte Selbstverleugnung. Fast.

Kommentare:

  1. Der einzige Mangel am Konzept ist, das ständige rein und raus. Dadurch wird einem der Temperaturunterschied gegenwärtig. Also besser draußen bleiben und entspannt in den Busch machen.

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    1. Was solln denn die Nachbarn denken?

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    2. Die können sich ja dazu setzen und dann ein bisschen gemeinsam entspannen im Schatten.

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  2. Ich versuche ja immer noch,meine Auszubildende davon zu überzeugen, daß es zu ihrem Tätigkeitsfeld gehört, mir Luft zuzuwedeln. Will sie aber nicht. Skandalös!

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    1. Kein Altruismus mehr auf dieser Welt!

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  3. Fenster ab 8h30 zulassen bringt gut und gerne noch einmal minus fünf Grad. In mehreren Testreihen bestätigt!

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