Samstag, 4. Juli 2015

Been down, isn't it a pity?

"Oma!" und nochmal, verächtlicher: "Du bist echt 'ne Oma!" Weil ich nicht mitkomme in die Strandbar. Dabei bin ich gar keine Oma. Mir ist nur zu heiß. So what?

Der Niedlichkeitsfaktor einer Frau erhöht sich enorm, wenn ihr immerzu kalt ist. Das versteht jeder. Es gibt Frauen, die gehen zu Bett, als wollten sie vorher noch an den Südpol. Alle Welt findet das rührend. Niemand findet ihre niedrige Frustrationstoleranz gegenüber Kälte erwähnenswert oder sanktionswürdig. Frierende Frauen haben Sexappeal, wecken Beschützerinstinkte, werden in Decken gehüllt und niemand zwingt sie zu Outdooraktivitäten.

Ganz anders die Frau, die nur lebensfähig bis 30 Grad ist. Vor allem, wenn sie sich weigert, bei 34 Grad gesellschaftlichen Verpflichtungen nachzugehen. Ausnahmslos jeder fühlt sich berufen, ihr klarzumachen, dass sie dringend behandelt gehört. Leicht wird dabei vergessen, dass sie bis 28 Grad sehr gerne irgendwo rumsitzt und praktisch nicht totzukriegen ist. 

Hitzetage sind Weihnachten und Silvester nicht unähnlich, man ist zur Glückseligkeit verdonnert.

Meine Schwestern im Geist:  
Scheißwetter.
Sommer, verpiss dich

Kommentare:

  1. Strandbar ist, wo der Kühlschrank steht.

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  2. Zu allem anderen jetzt an Weihnachten zu denken. Und an Silvester. Na, bravo!
    Am Horizont dreut eine Wolke. Von kontinentalem Ausmaß. Weihnachten.
    Da habe ich lieber drei Tage fünfundvierzig Grad als einmal Weihnachten. Ich schwör.

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    1. Stimmt, ist beides schlimm. Wollte dich nicht beunruhigen.

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