Sonntag, 22. Mai 2016

Should I stay or should I go?

Das Universum verarscht mich mal wieder. Ich habe die Wahl und ich habe nicht gern die Wahl zwischen zwei guten Optionen.

Ich kann jetzt entweder den perfekten Chef haben oder den perfekten Job.

Vorteil Chef: kompetent, unprätentiös, neutral wie die Schweiz, wertschätzend, klug, der richtige Mann an der richtigen Stelle. Ich hab mir den immer, immer, immer gewünscht und dann beruht es auch noch auf Gegenseitigkeit. Ein lauschiger Job, fast ein Friedhof Arlington. 
Nachteil: Das stressige und gleichzeitig interessante an meinem Job geht woanders hin.

Vorteil perfekter Job: Karrieresprung, mehr Geld, keine Tippse mehr. Ich müsste mich nur noch ums Stressige kümmern, dafür um nix anderes mehr. Nie wieder "Druck mir das mal aus." oder "Haben wir Kaffee?"
Nachteil: Aus Gründen  doch vom Regen in die Traufe.

Und nun? Frieden oder Ego.

Kommentare:

  1. Also aus eigener Erfahrung würde ich dann doch auf den kompetenten Chef setzen: Friede & Heiterkeit. Ist aber sicher immer Geschmacks- und Karmasache.

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    1. Ja, das Karma. Ich hab ein mieses Chef-Karma...

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  2. Aus eigner Erfahrung ist ein guter Chef nicht mit Gold aufzuwiegen. Geld macht nur bedingt gluecklich.

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  3. Nie von Personen abhängig machen. Nie. Personen verschwinden mit größerer Wahrscheinlichkeit als die Aufgaben. Lieber mal ein Arschloch aussitzen und dafür den besseren Job nehmen.

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    1. Das hat mir mal wortwörtlich ein Abteilungsleiter gesagt, zu dem ich gerne gewechselt wäre. Ich dachte, der mag mich doch nicht, weil er es mir so ausgeredet hat - wie mir schien. Ein halbes Jahr später war er weg.

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  4. Spiel mal das Zwei-Stühle-Spiel. Stuhl = Job. Nimm eine Freundin hinzu als Zuhörerin (geht auch am Fon!). Sitze erst fünf Minuten auf Stuhl 1 und erzähle, was deine Arbeit ist, wie du dich fühlst, wie deine persönliche Freiheit hier ist, was es auszeichnet. Das gleiche für Stuhl 2.

    Anmerkung: Richtig ist, dass Personen auch wechseln können, selbst wenn der Job bleibt. Chefs können wechseln. Trotzdem sind sie ein wesentlicher Faktor. Ein absolutes NICHTKÖNNEN mit jemandem würde mir den Traumjob vermiesen. Die Frage ist aber, wie groß die Abhängigkeit von Chef wäre.

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    1. Guter Tipp. Aber da werde ich nicht weiter kommen. Den einen habe ich von Herzen gerne, das andere bringt mir eine einmalige Chance.

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  5. Ohne zu zögern: Frieden & Heiterkeit - man wird ja auch nicht jünger....

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    1. Sehr gutes Argument. Hab nicht umsonst Friedhof Arlington erwähnt. Könnte ich schön stressfrei vor mich hin verwelken.

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  6. Bisschen früh um auf einem kuscheligen Job auf die Rente zu warten. :)
    interessanter job, go for it!

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    1. Erstaunlich, wie Männer und Frauen argumentieren. Frauen wollen Frieden und Männer gehen ran wie Blücher. Da hätte ich gerne eine Scheibe von ;)

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  7. Stell Dir vor, der gute Chef geht irgendwann weg und Du kriegst nen Neuen. Dann hast Du Langeweile und Kümmernis zugleich.
    Ich glaube, dass Du nicht der Typ für Friedhofsruhe bist.
    Ich würde also bleiben.

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    1. Nein, nein, dann müsste ich gehen ;))

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    2. Ah! Dann würde ich also gehen. Auch gut. Besser sogar. Gehen finde ich gut. :)

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  8. unbedingt den interessanteren job wählen. ist neben der oft erwähnten tatsache, dass chefs und kollegen vergänglich sind, auch für den lebenslauf mit sicherheit besser.
    es sei denn die momentane oder bis zu mittelfristige familienplanung steht dem entgegen.

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