Dienstag, 18. Oktober 2016

Wer noch niemals in lauschiger Nacht...

... ein Change Management mitgemacht.

Kein Stein bleibt auf dem anderen, das ist das erklärte Ziel. Was genau ist der Grund? 

Nun ja, der ist immer und überall auf der Welt derselbe. Ein paar Leute, die ganz nach oben wollen (genauer: dorthin, wo jetzt der sitzt, der schon ganz oben ist), und das nur zu schaffen glauben, indem sie inflationär mit Begriffen wie Diversity, Sustainability, Stakeholder Value und Key Performance Indicator um sich schmeißen, es leider nicht beim Mind fucking belassen, sondern den ganz oben davon überzeugen, dass all der hohle Quark auch umgesetzt werden muss. Der ganz oben hat - schätze ich - Angst, dass die ihn vor der Zeit plattmachen, wenn er nicht mitmacht. 

Also übt er nachts heimlich all diese Worte auswendig, so wie auch das verschreckte Volk (inklusive mir) beginnt, den Sinn dieser Worte in irgendeinem Wiki zu ergründen, man will ja irgendwie mithalten, aber das verhindert natürlich auch nicht, dass man zur Schlachtbank geführt wird. 

Als erstes wird einem jedem einmal mehr klar gemacht:
  • Es ist egal, was du kannst. Du bist nicht oben, also kann es nichts Besonderes sein
  • Du sträubst dich? Um so besser, genau so wird's gemacht
  • Die neue Software funktioniert nicht? Wahrscheinlich bist du nur zu blöd, sie zu bedienen 
  • Du denkst, du hast gute Argumente? Irrelevant, behalt sie für dich
  • Du bist richtig gut in deinem Job? Wie niedlich, jeder Idiot kann das besser als du
  • Du meinst, dein Wissen ist unverzichtbar? Glaub mir, dich kennt hier niemand  
Und dann werden Jobs und Abteilungen mit der Brechstange zerschlagen, wider besseren Wissens und ohne Aussicht, je wieder an einen Punkt zu gelangen, an dem der Job Sinn hat oder Spaß macht. 

Es geht nur um eins: Machtzuwachs durch potemkische Dörfer. 

Die Anzahl der Meetings steigt ins Unermessliche. Dabei ist gar nicht erwünscht, dass man irgendwas zum besten gibt, in einer der zahllosen und gleichermaßen absurden Besprechungen. Abnicken oder nicht abnicken, das ist hier die Frage. Kein Schwein kommt mehr zum operativen Geschäft, was den Druck erhöht. 

Ich komme immer mehr zu der Erkenntnis, dass die sogenannten High Potentials den Frust der 75%, die den Laden in Wahrheit schmeißen, nicht nur billigend in Kauf nehmen, sondern willentlich potenzieren. Vielleicht weil sie die ganze Zeit die Hosen voll haben, dass ihnen die Bude um die Ohren fliegt, denn bei all dem Mist, den sie entscheiden, können sie nichts anderes als Panik haben. Also, ich hätte Tag und Nacht eine Scheißangst, wenn ich mich aus Karrieregründen gezwungen sähe, derlei Hara Kiri zu erfinden und dann auch noch zu implementieren. 

Also ist es ihnen lieber, wir haben Angst. Besser eine innerlich gekündigte Belegschaft ohne Rückrat, als eine, die noch Kraft und Mut aufbringt, sich diesem Wahnsinn entgegenzustemmen.

Und schneller, als ich es je für möglich gehalten habe, ist mein erklärtes und einziges, leider noch in Ferne liegendes Ziel, zu einer neuen inneren Haltung zu gelangen: es ist nur ein Job.

Kommentare:

  1. Wieso kommt mir das so bekannt vor!
    Dürfte sich wohl um ein weit verbreitetes Phänomen halten!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Leider. Früher war das anders. Bei mir jedenfalls. Die Zeiten ändern sich.

      Löschen
    2. Es muss doch ein allgemeines Verhaltensmuster sein - siehe Monty Python:
      https://www.youtube.com/watch?v=3v0I4OQi7CQ

      Löschen
  2. Und genau diese innere Haltung zu erlangen, ist schwerer als man denkt.

    Seit dem ersten richtigen Job, den ich nach meiner Ausbildung bekam, habe ich mich automatisch mit jeder Firma identifiziert, wie es so schön heißt. Hab mich reingekniet und dabei wirklich alles gegeben, was ging (was allerdings laut allen bisherigen Chefs wohl nicht viel gewesen ist), aber ohne mich dabei zum willenlosen Sklaven zu machen, denn ich hatte ja Selbstachtung. Dennoch wurde ich immer wie der letzte Dreck behandelt, nie war etwas gut genug. Selbst wenn ich regelmäßig die Fehler der größten Kunden in vielen Überstunden ausgebessert, ständig die Kohlen aus dem Feuer geholt, oder oft genug das Nichtskönnen der Chefs durch meine Arbeit am Wochenende oder sogar im Urlaub noch in Gold verwandelt habe, ich war einfach nicht gut genug und nichts wert.
    Mein Rest Menschenwürde, den ich mir mühsam selbst während der längeren Arbeitslosigkeit erhalten konnte, ist mir dann aber in den letzten fünf Jahren vom nächsten (und bis jetzt letzten) Chef auch noch systematisch abtrainiert worden und ich bin sehenden Auges in den Burnout und einen Selbstmordversuch geschliddert, weils dadurch auch fast mein Privatleben zerissen hätte.

    Den Job nur einen Job sein lassen können … das ist die höchste Kunst, die man als Arbeitnehmer beherrschen muss. Ob ich die jemals wieder beherrsche – keine Ahnung. Nach 15 Jahren werde ich jedenfall mein erlerntes Metier verlassen, weil ich es nicht mehr ertragen kann, der würdelose Depp vom Dienst zu sein.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke für deine Geschichte.
      Es ist in der Tat die höchste Kunst, zu denken "es ist doch nur Arbeit", weil einfach ein Großteil an Lebenszeit dabei draufgeht, die gelackmeierte zu sein. Das wegzuhecheln ist schwer.
      Viel Glück in neuen Gefilden.

      Löschen
  3. Um deine innere Haltung zu stärken: Mach dir klar wofür du überhaupt arbeitest. Stell dein Privatleben und deine Bedürfnisse in den Vordergund. Auf Maloche ist letztendlich jeder ersetzbar. Und Geld ist am Ende nur buntbedrucktes Papier.
    Schau zu daß du körperlich und geistig gesund bleibst. Das ist wichtig im Leben.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Mein Privatleben ist mir seit jeher ebenso wichtig wie mein Job. Ich kann es halt nur nicht während der Arbeitszeit in den Vordergrund stellen.

      Ich habe meistens das Glück gehabt, das sehr gerne zu tun, wofür ich bezahlt werde. Ich sehe also nicht nur einen Sinn in meiner Freizeit sondern auch im Job.

      Es geht einem ja nicht automatisch besser, wenn man nicht mehr arbeitet.

      Dennoch, ich gebe dir recht: fit und gesund bleiben ist das allerwichtigste.

      Löschen
  4. Grandios !!
    Der Vorredner hat recht, es ist ungemein schwierig, es einfach als "Job" zu sehen, als Scheißspiel.
    Aber es geht nicht anders, Sie wollen es so.
    Nur, wer ist "Sie" ???
    Wie entstehen "die".
    Wo ist der höhere Plan ?
    Gibt es überhaupt einen ????
    Ich glaube nein, die entscheidenden Leute sind einfach tatsächlich, ja, doof komischerweise nicht, nein, Verbrecher, krankhafte Egomanen und Psychopaten.

    AntwortenLöschen
  5. Noch kurz einen drauf:
    Arbeiter, Handwerker, aber auch ungelernte haben es da wesentlich einfacher.
    Da gilt die einfache Formel Maloche = Geld
    Da macht sich niemand Gedanken über Wertschätzung, Freude an der Arbeit, Gestaltung, Anerkennung, was weiß ich.
    Man frägt sich nicht warum jetzt dieser Erdhügel von der Seite des Ackers auf die andere Seite des Ackers gebracht werden muß.
    Es bringt Geld und fertig.
    Der Rest passiert auf der Alten, im Stadion oder in der Eckkneipe.
    Iss so und iss viel besser, eigentlich.
    Scheiße.

    AntwortenLöschen
  6. In den 90ern hat doch jeder Zweite BWL oder Marketing studiert. Dieses Heer von Leuten muss auch irgendwo seine Brötchen verdienen. Verstehst du das denn nicht?

    AntwortenLöschen
  7. Habe mich sehr amüsiert bei der Lektüre. Ich war selber 10 Jahre High Potential in einem Grosskonzern und bin Veteran von einmal change management mit 360 degree evaluation, einmal friendly takeover, einmal ipo (fand dann doch nicht statt) und einmal acquisition by competitor. Waehrend letzterer bin ich dann gegangen und nach Berlin gezogen. Das ganze war für mich damals sehr amüsant - Junggeselle, keine Kinder, keinen Hund, keine Hypothek. Da sieht man das ganze noch sehr entspannt. Ich war damals Ende 20 einsortiert bei n-2 und hatte nicht den Hauch einer Ahnung wie wahnwitzig das Leben im Grosskonzern wirklich ist. Die change management fuzzis beim ersten Durchgang kamen von BCG. Bei denen hat sich exakt garnichts gedreht zwischen den Ohren; mein Vater hat mir damals einen Brief geschrieben mit dem Eichendorfe-Gedicht http://gutenberg.spiegel.de/buch/joseph-von-eichendorff-gedichte-4294/110. Daran habe ich mich seitdem gehalten, mit deutlich weniger Karriere-Fortschritten aber mit einem deutlich entspannteren Gemütszustand.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Sehr amüsant zu lesen, dein Kommentar, auch wenn da wieder neue Worte drin sind, nach denen ich ggfs. googeln werde...

      Löschen
    2. Während des ersten change managements wurde im Rahmen des 360 degree review auch ein sog. mapping durchgeführt. D.h. jede Stelle wurde analysiert und die Mindestqualifikation des Stelleninhabers definiert. Das führte dazu, dass ein nicht unerheblicher Teil des Middle Management auf einmal als unzureichend qualifiziert eingeordnet wurde. Und weil das nicht in der BRD, sondern im europäischen Ausland ohne gewerkschaftliche Organisationen stattfand (nicht das irgendeiner von den Karrieristen auch nur im Traum daran gedacht hätte einer Gewerkschaft beizutreten), wurden jede Menge organisatorische Rückstufungen vorgenommen. Weg waren sie auf einmal, die Privilegien von Vice President und Assistant Vice President und Senior Vice President etc. Als bekennender Schadenfreuer kriegte ich das Grinsen neun Monate kaum aus dem Gesicht. Das zuvor in dem Unternehmen so viele Halbschlaue und Clowns Karriere gemacht hatten lag vor allem daran, dass eine ganze Menge n-2 und n-3 befördert wurden basierend auf graphologischen Gutachten. Ja, so ging das noch in den 90ern. Der Cheffe hatte eine esoterische Ader und wer n-3 werden wollte, wurde evaluiert aufgrund seiner Handschrift. Einer der Glücklichen, der sich selbst sowohl durch Graphologie als auch mapping und 360 degree evaluation unbefleckt und unbeschadet schleuste, war ein ehemaliger Unteroffizier der Grenztruppen der DDR. Er nahm dann eine sehr zentrale und wichtige Stellung im neu-durchorganisierten Unternehmen ein. Ach ja, eine echten 80er Schnauzbart trug er auch (das ist kein Scherz) Insofern war das change Management ein echter Erfolg: eine Kohorte von Idioten, und Schleimern wurde ausgetauscht und ersetzt mit einer Kohorte von Widerlingen und Arschkriechern.

      Löschen
    3. Das wird ja immer besser :)
      Graphologische Gutachten, fantastisch. Alberne Schnauzbärte, sind die nicht verboten?
      Den letzten Satz halte ich für allgemeingültig.

      Löschen
    4. So ganz allgemeingueltig ist er dann auch wieder nicht... Ich kam 96 in den Laden. Da war noch eine ganz andere Generation am Ruder. Kultiviert, patriarchalisch, reaktionär, aber nicht umcharmant. Da gab's noch ein Vorstands-Casino in dem man ab Vice President zu Mittag essen konnte. Alles weiss eingedeckt, hauseigener Weinkeller (das Unternehmen besass sogar einen Weinkeller im Bordeaux) und Service im tenue correcte. Ich habe einen Stab geleitet, der einem Direktionsausschuss rapportierte. Ich trug einmal im Monat meinen Sermon im Vorstandssitzungszimmer vor: Eichentäfelung, Giacometti, Hodler etc. Danach ging man zusammen essen in einen Herrenclub. Das dauerte dann drei Stunden. Aperitif, 5 Gänge, Brandy und Zigarren. Natürlich nur weisse Männer, aber alles kultiviert und understated. Keine Schaumschlägereien und Altherrenwitze wie heutzutage. Der CEO und Aufsichtsratsvorsitzende starb später an Lou Gehrig disease. Die letzten anderthalb Jahre hat eine Gruppe von früheren Vorstandssekretärinnen sich mit den Nachtwachen am Krankenbett abgewechselt. Ich habe mit dem Mann nichts gemein gehabt, habe in aber trotzdem jedesmal wenn ich wieder in die Stadt kam besucht und bin auch zu seiner Beerdigung geflogen; da waren hunderte von früheren Angestellten auf dem Friedhof. Man muss diese Leute nicht mögen und man muss den Zeiten auch nicht hinterhertrauern, aber die waren schon ne ganze Ecke erträglicher als die Clowns in meiner Generation. Das sind wirklich ekelhaften Typen. Die sind auch viel schlechter zu ertragen, weil die so unkultiviert sind. Mit den alten Knackern konnte man sich über Politik unterhalten, oder Musik oder expressionistische Malerei meinetwegen. Heute reden die nur noch ordinär über Frauen, wenn sie einen getrunken haben oder ihre privaten warenterminkontrake oder short sales oder andere Investments, die sie nicht verstehen und bei denen sie Geld verlieren, aber jedem erzählen, dass sie sich dumm und dämlich verdienen. (Und dabei tragen sie dann geckenhafte, billige Anzüge oder 80er Jahre Schnauzbärte) Die sind heute so banal und schmierig und grottenlangweilig. Mit der Generation musste ich später dann auch staendig geschäftlich verkehren als ich in Berlin arbeitete. Jeder von diesen Laffen wollte dann ins Borchardt ausgeführt werden. Und immer gucken, ob man nicht einen Prominenten sieht... Insofern sind mir die kultivierten Graphologen mit ihren Macken und ihrer reaktionären Gesinnung dann doch noch lieber gewesen als die Hanswurste die nach ihnen kamen mit ihren 360 degrees und KPIs und performance indices und peer reviews etc.

      Löschen
    5. Ich geb dir recht. Wenn ich an die alten Herren denke, die früher meine Chefs waren, die haben patriacharlisch und im besten Fall respektvoll, mitunter sogar weise geführt. Kam sicher davon, dass sie selber was drauf hatten.

      Ich hatte nie den Anspruch, dass ich meinen Chef mögen muss, aber leichter war es immer, wenn ich sie zumindest respektieren konnte, weil sie was konnten. Wenn die wussten, wovon sie sprachen; man konnte sogar von ihnen lernen und sich im übertragenen Sinn anlehnen... Gott, waren das Zeiten.

      Heute arbeite ich in unterster Gehaltsgruppe ein Chef nach dem anderen ein, der schnell kapiert, dass ich ihm den geräuschlos und nahezu unsichtbar Laden schmeiße, sich zurücklehnt (im Borchardts) und sich den Lorbeer selbst auf's Haupt setzt. Kein fördern, nur fordern. Es ist zum heulen.

      Löschen
    6. Mehr Ahnung und mehr drauf hatten die früher auch nicht notwendigerweise. Die haben ihren Leute aber mehr und sich selber deutlich weniger als heutzutage gezahlt. Meine erste Sekretärin, die zu mir kam als ihr vorheriger Chef in den Ruhestand ging, hatte ein höheres Grundgehalt gehabt als ich. Es war in dem Laden (und anderswo ähnlich) damals so, dass Sekretärinnen auf Geschäftsleitungsebene etwa auf Eingangsstufe Vice President bezahlt wurden. Die verdienten dann so 120tsd im Jahr. Und Geschäftsleitungssekretärinnen haben am Weiterbildungsprogramm für Middle Management teilgenommen...Und bevor jetzt einer schreibt, dass sich das alles geändert hat, weil wir so amerikanisiert sind und alles von den USA übernehmen. Nach meinen 8 Jahren Grosskonzern habe ich in Berlin für eine amerikanische Unternehmensberatung gearbeitet. Da wurden Sekretärinnen regelmaessig ins Middle Management degradiert/querverschoben/befoerdert (je nach Perspektive) Und dieser ganze "machense mal nKaffee, hammse das Geschenk für meine Frau besorgt, sagense einfach ich bin nicht da" Blödsinn wird da auch nicht verlangt, sondern mit- und selbst denken.

      Löschen
    7. Oh, mein Lieblingsthema: die Sekretärinnen. Meiner Meinung nach können die gar nicht gut genug bezahlt werden.

      Sie sind Psychologinnen, weil sie sich vollendet auf ihren meist verhaltensgestörten Gebieter eingrooven müssen.

      Sie kennen alle seine Schwächen und Geheimnisse (und er hat viele von beiden), über die sie schweigen müssen wie ein Grab.

      Sie sind eierlegende Wollmilchsäue, die meist breiter aufgestellt sein müssen, als die anderen.

      Es gibt Chefs, die übertragen ihnen am Ende jede inhaltliche Vorbereitung; es ist ja nicht so, dass die nur Mäppchen füllen mit Papieren, oft haben sie diese auch selbst konzipiert.

      Dafür "darf" sie dann am Ende in allen wichtigen Sitzungen dabei sein und sogar referieren, während er auf seinem IPhone daddelt, jedenfalls, wenn er blöd genug ist, in aller Öffentlichkeit preiszugeben, dass er seinen Job nicht macht.

      Sie sind wichtige Ratgeberinnen für ihre orientierungslos agierenden Chefdarsteller, sie warnen, sie raten ab, sie raten zu. So ein Chef ist ja ein einsamer Mann im Haifischbecken, seine Sekretärin ist manchmal die einzige Person, der er vertraut.

      Und natürlich denken vor allem die schlimmsten unter ihnen, seine Sekretärin sei ihm herzlich zugewandt; leider nicht die einzige Fehleinschätzung...

      Löschen
  8. Das System Großkonzern funktioiert nur mit Idioten, Schleimern, Arschkriechern, Widerlingen an der Spitze und den vielen "Kleinen" die für wenig Geld die Fresse halten und malochen.

    Wie in jeder Regierung, wie in jedem Staat, jeder Verwaltung, jeder Partei, jedem Verein.

    Das Lebensprinzip "Ober sticht Unter" wurde nur durch neue BWL/VWL-Phrasen aufgehübscht.

    Vorsprung durch Bildung. Egal wie unnütz/schädlich das erlangte (aufoktroyierte) "Wissen" auch ist.

    Die allermeisten Manager sind nichts anderes als begnadete Selbstdarsteller.

    Und darauf fallen die vielen anderen herein. Immer.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Nein, "viele" andere fallen nicht drauf rein. Die Subalternen durchschauen das schnell und sind verdammt, es zu ertragen, wegen Armut. Aber die Cheffes untereinander, die daran gewohnt sind, heiße Luft von sich zu geben und noch mehr heiße Luft zu konsumieren, weil eben nur neusprech richtig Kohle gibt.... ach, selbst die erkennen das, spielen aber gerne mit, weil sich das Konto dann eben wie von allein füllt.

      Löschen
  9. Ich muss "Anonym" recht geben.
    Die alten Männer waren tatsächlich eher zu ertragen.
    Sie hatten Souveränität, Benehmen, Geschmack, ach was weiß ich.
    Zum Teil noch richtige Kriegsteilnehmer, sind also durch's Feuer gegangen, u.s.w..
    Das klingt jetzt wirklich etwas, ja, seltsam, aber das hat diese Männer geprägt.
    Natürlich waren die oft genug auch riesen Arschlöcher, claro !! Darf man nicht vergessen.
    Trotzdem, was sich heute Chef nennt ist nicht mehr ernst zu nehmen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. In den allermeisten Fällen kann man dieses Bubis tatsächlich nicht ernst nehmen. Ist doch einmal ein kompetenter Mann (oder Frau) vor Ort, möchte man vor Glück heulen.

      Löschen
  10. wassen des fürn change management?
    "Es geht nur um eins: Machtzuwachs durch potemkische Dörfer. "
    wofür soll das gut sein? mehr umsatz? niedrigere kosten? gewinn? qualität? shareholder value? produktdiversifikation? prozesse beschleunigen?

    AntwortenLöschen